Berglauf Filzbach–Habergschwänd zum 26. – ein sicherer Wert am Kerenzerberg

Am diesjährigen Wettrennen von Filzbach ins Habergschwänd hinauf fror es letzten Dienstagabend natürlich nur die Untrainierten – allen anderen war die Temperatur gerade recht, um einmal mehr verblüffende Leistungen hinzulegen. Gerade mal 14 Grad bot das undurchsichtige meteorologische Geschehen, wohlgemerkt in Filzbach, am Ziel herrschten gefühlte zehn Grad weniger; immerhin sparte es sich das prognostizierte Nieseln.



Der kleine, aber feine Berglauf steigt über knapp fünf Kilometer bis zum Ziel bei der Bergstation der Sportbahnen Kerenzerberg um 576 Höhenmeter. Er folgt dabei im ersten Abschnitt vor allem Naturstrassen, im Schlussteil dagegen der Talalp- und der Habergschwändstrasse. Heuer war der unasphaltierte Abschnitt trotz der kürzlichen Regenschauer überraschend trocken, überhaupt war die gesamte Strecke sehr angenehm zu laufen – könnte meine «Rekordzeit» von fast einer Stunde vielleicht doch nicht den äusseren Umständen geschuldet sein? Item, es fanden sich insgesamt 62 Läuferinnen und Läufer am Start, wobei den Juniorinnen und Junioren wie üblich ein Teil der Strecke erlassen wurde und der Nordic-Walking-Kategorie die Stöcke erlaubt waren. Tagesbestzeiten erreichten bei den Damen Mirjam Hauser-Senn mit einer Zeitmessung von 33:56.7 Minuten, bei den Herren Janis Gächter mit 27:19.2. Bereits zum dritten Mal beteiligten sich auch lokale Lauftalente mit Fluchtbiografie, von welchen es Noor Mohammed Alizada mit 29:53.8 auf den dritten Platz der Kategorie Herren 1 schaffte. Nicht nur den unbestrittenen Sympathiepreis, sondern auch den ersten Rang in der Kategorie Frauen Walking Freizeit gewann Margrit Hofstetter (Jahrgang 1944) mit 51:57.5.

Der Skiclub Mürtschen und Menzi-Sport Filzbach richten diesen familiären und zum Mitmachen einladenden Sportevent bereits seit 26 Jahren voller Umsicht und Sorgfalt erfolgreich und professionell aus. Die zahlreichen Helfenden versorgen die Läuferinnen und Läufer unterwegs und am Ziel mit willkommenen Getränken und chauffieren auf Wunsch Teilnehmende auch wieder talwärts. Die Podestplätze werden verwöhnt mit Einkaufsgutscheinen von Menzi-Sport, und das wortwörtliche Zückerchen am Habergschwändlauf ist alljährlich, dass wirklich alle Klassierten einen Preis erhalten. So durfte auch ich eine Schokolade und eine kleine Thermosflasche einheimsen. Das Rangverlesen bestritt Ruedi Menzi von Menzi-Sport wie gewohnt aufgeräumt im Panoramasaal des Sportzentrums Kerenzerberg, der Saal und Garderoben werden nach wie vor gratis zur Verfügung gestellt. Der fröhliche Applaus, begleitet von zahlreichen Tellern mit Pasta mit Salat, bildete vor dem grandiosen abendlichen Rundblick über den Walensee den schönen Abschluss des Wettkampftags. Dankbar, dass meine Knochen diese trainingsbefreite Zumutung mitgemacht haben und mit grossen Vorsätzen bezüglich Sport und dessen Regelmässigkeit, freue ich mich auf den nächsten Lauf.