Bergpanorama auch in der Unterführung

Die Bahnbenutzer müssen auch bei schlechtem Wetter beim Bahnhof Glarus nicht auf die einmalige Bergwelt verzichten. In der neuen Unterführung zeigt sich Glarus und das Glarnerland den Gästen von seiner schönsten Seite.




Die Ankunft in Glarus ist für viele Gäste richtig spektakulär, wenn sie die grossen Felsmassive rund um den Kantonshauptort sehen. «Diese Kombination ist einfach eindrücklich», betonte dazu Werner Kälin an der kleinen, aber feinen Eröffnung der neuen Gestaltung der Personenunterführung am Bahnhof Glarus. Da spreche er aus eigener Erfahrung, fuhr er weiter fort. Bei seinem ersten Besuch versteckten sich die Berge hinter dicken Wolken, beim zweiten Mal hatten sie sich aber richtig schön herausgeputzt. «Es war so anders, dass ich Glarus gleich neu kennenlernte.» Und das, was er da gesehen hat, muss ihm eindeutig gefallen haben, wohnt er doch nun seit einigen Jahren selber in Ennenda. Aus diesem Grund war ihm von Anfang an klar, dass das Bergpanorama in die Gestaltung der Unterführung gehört. «Der Gast soll die Berge sehen, auch wenn dies das Wetter nicht zulässt.» Dazu gehört noch eine weitere Bildfläche, aber auch für lokale Inserenten beschränkte Werbeflächen. «Nicht nur von der schieren Grösse war es ein sehr spannender Auftrag», schilderte Designerin Nadja Slongo. Denn die SBB gab auch gewisse Vorgaben an, damit das Ganze in ihr Gesamtbild passt und nicht zu aufdringlich wirkt. «Am Schluss haben wir nur mit Weiss und dem vorhandenen Betongrau der Unterführung gearbeitet.» Neben dem Bergpanorama soll vor allem die Bildfläche beim Aufgang beim Bahnhof immer wieder auch der Jahreszeit angepasst, ausgewechselt werden, erklärte Katrin Egger weiter. Was aber auf das Bild zum Eisfeld folgte, wollte sie noch nicht verraten. Röbi Marti aus Sicht des Kantons und Christian Marti aus Sicht der Gemeinde zeigten sich sehr erfreut über das kleine Bijou unter den Gleisen in Glarus. Auch Werner Schurter, SBB, gratulierte zu einer, wenn nicht sogar Artikelder schönsten Unterführung in der Schweiz. Auch freue er sich auf den geplanten Steg über die Linth bei Ennetbühls. Vonseiten der Bahn würde er diese Erschliessung sehr begrüssen. Im November wird hier aber die Gemeindeversammlung über die konkrete Realisation entscheiden, so Christian Marti.