Beträchtlicher finanzieller Aufwand zu erwarten

Auf rund 1500 m ü.M. befindet sich die heimelige Aeugstenhütte inmitten eines beliebten Wandergebietes, das Teil des UNESCO-Naturerbes ist und damit einen verdient grossen Beachtungsgrad gewonnen hat. Die Aeugstenhütte ist mit der Aeugstenbahn untrennbar verbunden.




Die Bahn wurde vor gut sechs Jahren umfassend erneuert. In wenigen Minuten erreicht man die Bergstation und nach kurzem Aufstieg die im Jahre 1933 erbaute Hütte, die ab April wieder bewartet ist. Bis zum gleichen Datum ruht auch der Betrieb, der im Jahre 2010 neu erstellten Bergbahn – dies mit Rücksicht auf das Naturschutzgebiet.

Die Hütte diente einst als Unterkunft für die Brandheuer-Korporation. Seither werden die Magerwiesen mit ihrem bemerkenswerten Reichtum an Pflanzen und Kleintieren ab jeweiligem August in aufwendiger Arbeit gemäht. Das Wildheu gelangt am Heuseil ins Tal, seine Fahrten mit weithin hörbarem Pfeifton ankündigend.

Als ab «Trümpymatt» von der damaligen NOK eine Warentransportbahn erstellt wurde, konnten Waren problemloser und mit geringerem Aufwand berg- und talwärts transportiert werden. Die Hütte im Wildbanngebiet ist beliebtes Ausflugsziel. In den Jahren 1971/72 wurde sie letztmals stark ausgebaut. Sie ist im Besitz der Gemeinde Glarus. In deren Auftrag ist die Genossenschaft Aeugstenbahn Betreiberin.

Die Aeugstenhütte ist effektiv «in die Jahre» gekommen. Ein massvoller Ausbau auf der Ostseite würde nicht nur die Platzzahl für Gäste und Übernachtende wünschbar deutlich erhöhen. Eine neue Küche, die Erstellung einer zeitgemässen WC-Anlage, Keller- und Sitzplatzerweiterung sind im Baugesuch enthalten. Zudem ist die Erstellung einer neuen Kläranlage fürs Abwasser rund 50 Meter unterhalb der bestehenden Hütte vorgesehen.

Das gesamte Bauvorhaben wurde vor geraumer Zeit im Amtsblatt publiziert. Es erfordert voraussichtliche Aufwendungen von 900 000 Franken. Die Verwirklichung darf den Betrieb und Unterhalt der Aeugstenbahn nicht belasten.

Nach dem Umbau ist vieles anders, zeitgemässer, benutzerfreundlicher. So wird der legendäre Fussmarsch zum WC wegfallen. Lebensmittel und anderes kann besser gelagert werden. Im Aussenbereich stehen mehr Sitzplätze zur Verfügung.

Es wird sich zeigen, wann mit dem doch grossen, geldintensiven Vorhaben begonnen werden kann. Auf alle Fälle freut sich das seit April 2016 amtierende Wirtepaar Jasmin Schläpfer und Dani Zurbrügg auf die kommenden Herausforderungen. Gäste sollen mit regionalen Angeboten kulinarisch verwöhnt werden und es ist durchaus denkbar, dass hin und wieder zu einem Wildtiervortrag, Wildtierbeobachtungen und anderem eingeladen wird.

Vorerst ruht der Betrieb, auch mit begreiflicher Rücksicht auf das Wildschutzgebiet. Im April wird es weitergehen. Details sind zu gegebener Zeit unter www.aeugstenhuette.ch und www.aeugstenbahn.ch aufgeschaltet.