Bettagskonzert: Virtuosität mit Orgel und Trompeten

Das diesjährige traditionelle Bettagskonzert in der Hilariuskirche Näfels stand ganz im Zeichen klassischer Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert.




Nach der Begrüssung durch Thomas Stengele, erfreute Musikliteratur von Bach, Händel, Mozart, aber auch Telemann, Lazzari, Selby und Jacchini das zahlreiche, zum Teil weit hergereiste Publikum.

Neben dem gewohnt gekonnten Organisten Niklaus Stengele, zeigten mit Brillanz und Heftigkeit Christian Menzi und Thomas Räber ihre Virtuosität bisweilen wie aus «aus einer Trompete».

Mit ihrem Auftritt auf der Orgelempore erreichten sie vor allem bei schnellen Läufen die Grenze der Akustik dieses Gotteshaus, in dem der Hall rund sieben Sekunden nachschwingt.

Besonders angetan hat es mir das Präludium und die Fuge in g-moll von Johann Sebastian Bach (BWV 535). Dieses Werk scheint anfänglich die Akustik des Raums mit den Manualemelodien auszuloten und fordert vom Organisten besonders hohe Leistung, wenn auch das Pedale hinzukommt. Niklaus Stengele gab alles, dieses herrliche Orgelwerk, das optimal in den Raum der Hilariuskirche passte, zum einmaligen Erlebnis werden zu lassen.

Nahezu an die Grenzen der Virtuosität forderte Wolfgang Amadeus Mozarts «Alleluja», sonst als Orchesterfassung mit Singstimmen, die Aufführung mit Orgel und Trompeten, wurde aber zu einem festlichen und fulminanten Abschluss.

Nach dem reichlichem, nachhaltigem Applaus und einer Zugabe ging ein beglücktes Publikum zum reichlichen Apéro riche und zum Small Talk in den Hilarissaal in der alten Kaplanei.

Der erfreuliche Erfolg des diesjährigen Kirchenkonzertes zum Bettag lässt einem jetzt schon und mit Spannung Überraschungen des nächstjährigen erwarten.