Biltner Nationalturner laufen heiss – 9 Auszeichnungen und Podestplatz an der SM

267 Sportler kämpften in Sumiswald um die begehrten Meisterschafts-Auszeichnungen und Podestplätze. Obschon die Nationalturner aus Bilten auf die beiden verletzten A-Turner Sascha Schmid und Joel Steiner verzichten mussten, reisten sie mit einer schlagkräftigen Delegation von zehn jungen Sportlern nach Sumiswald. Mit einer Bronzemedaille von Joel Zweifel (Piccolo) und neun Meisterschaftszweiggen übertraf man gar den letztjährigen Erfolg.



Biltner Nationalturner laufen heiss – 9 Auszeichnungen und Podestplatz an der SM

In der Kategorie Piccolo (52 Wettkämpfer) zeigen Joel Zweifel mit dem Punktemaximum von 30 Punkten und Henry Schubiger mit 29,2 Punkten ein starkes Vorprogramm. Silas Tobler büsste mit 27,1 Punkten bereits einiges ein. Im «Kurzholz» konnte Zweifel den ersten Gang nach wenigen Sekunden gewinnen und zog damit in den Schlussgang ein. Dort wartete nicht etwa der Saison-Dominator Nyma Stadelmann Zihlschlacht, sondern dessen Vereinskameraden Andrin Brühlmann. Zweifel wurde bereits beim ersten Angriffsversuch ausgekontert und somit für seine angriffige Kampferart bestraft. Mit 48,3 Punkten blieb Zweifel trotz der Niederlage als Dritter auf dem Podest und durfte sich nebst dem Meisterschaftszweig auch die bronzene Auszeichnung umhängen lassen. Damit steigt die Zahl auf unglaubliche 30 SM-Medaillen (7 Gold – 10 Silber – 13 Bronze), welche sich die Biltner in der bald 50-jährigen Geschichte im Nationalturnen erkämpfen konnten. Schubiger sicherte sich die Auszeichnung mit zwei «Gestellten» und 47 Pkt. im 11. Rang, Tobler gelangen zwei Siege, was mit 46,7 Punkten zum 14. Schlussrang mit Zweig reichte.

Zehntels sprachen einmal für die Biltner JK1-Turner

In der JK 1 (55 Teilnehmer) durften keine Spitzenplätze erwartet werden, dennoch durften sich die Nationalturner aus Bilten gleich über drei SM-Zweige freuen. Etwas überraschend gelang Anela Stalder mit 46,4 Punkten das beste Resultat. Gleich hinter ihr rangierte sich Marius Tobler mit 46,1 Zählern im 25. Rang. Die letzte Auszeichnung sicherte sich in extremis Leon Lleshaj mit 45,9 Pkt. im letzten auszeichnungsberechtigten 27. Rang. Damit gingen in dieser Kategorie drei der letzten vier Auszeichnungen an die Biltner, was freudig zur Kenntnis genommen wurde. Die mit 53 Teilnehmer bestückte JK 2 vertrat aus Biltner Sicht einzig Nico Pfeiffer. Einmal mehr zeigte er starke vier Vornoten (39,2). Im Ringen blieb er mit zwei Gestellten unbesiegt. Sein Total von 56,8 Punkten brachte ihm den guten 14. Schlussrang ein.

In der Leistungsklasse 1 durfte sich Tim Pfeiffer über den Meisterschaftsauszeichnung freuen. Ein starkes Vorprogramm mit 38,1 Punkten war der Grundstein für diesen Erfolg. Mit zwei «Gestellten» und einer Niederlage im Sägemehl konnte er die benötigen Punkte, welche es zur Auszeichnung brauchte, sammeln.

In der LK 2 startete Damian Mettler erstmals nicht mit dem Maximum in den zweiten Wettkampfteil. Trotzdem reichten seine 39,5 Punkte für die zwischenzeitliche Führung im starken Teilnehmerfeld. Im Zweikampf verlor er zuerst den späteren Schweizermeister Joel Kurmann, Willisau nach langem Abnützungskampf und im zweiten Gang den Urner Fabio Gisler. Im dritten Kampf teilte er die Punkte mit Roman Roner Bürglen/Uri und im letzten Kampf gelang Mettler gegen den langjährigen Widersacher und zähen Moritz Köllnberger ein Plattwurf. Mit dem starken Endresultat von 74,7 Punkten klassierte sich Mettler im starken 7. Schlussrang. Damit sicherte sich der angehende Dachdecker gleich im ersten LK2-Jahr den Meisterschafts-Doppelzweig. Es war die insgesamt zehnte Meisterschaftsauszeichnung im Nationalturnen für den mehrfachen Schweizermeister.

In der Königsklasse A, welche schlussendlich 40 Wettkämpfer umfasste, konnte keiner der drei einheimischen eidg. Kranzschwinger reüssieren. So büsste etwa der Schlussgangteilnehmer des ESAF 2022, Matthias Aeschbacher bereits im Vorprogramm über sieben Punkte ein und konnte nie um die Vergabe der Medaillen mitreden. Besser machte es sein Vereinskollege Konrad Steffen, er duellierte sich im Schlussgang mit Jeremy Vollenweider und fand dort seinen Meister. Der sympathische Schaffhauser hatte schon zur Halbzeit die Führung an sich gerissen und wurde erstmals Schweizermeister der Elite. Grosser Abwesender aus Biltner Sicht war Sascha Schmid. Top in Form und mit grosser Vorfreude verletzte er sich vor einigen Wochen am Fuss. Zwar hoffte er noch bis zuletzt auf einen Start, musste dann aber einsehen, dass ein Start keinen Sinn machen würde. Auch Joel Steiner freute sich auf sein Comeback als Nationalturner, eine Schulterverletzung, die er sich im Schwingtraining zugetragen hatte, machten seine Pläne zunichte. Im Einsatz stand mit Paul Bisig ein Urgestein der Biltner Nationalturner-Familie, dies in der Funktion als pflichtbewusster Funktionär.

Einmal mehr zeigte sich, was mit viel Leidenschaft, Freude und viel Training alles möglich ist. Allen Sportlern herzliche Gratulation für diese ausgezeichneten Leistungen und ein grosses Dankeschön all jenen, die dazu beigetragen haben.