Bitte Führung und kein Windfähnchen


Vor wenigen Jahren wurden Unterschriften gesammelt und damit eine ausserordentliche Gemeindeversammlung in Glarus Nord erwirkt. Dies um die Zusammenführung der Oberstufe von Mollis in Näfels zu verhindern.

Die Absicht der Zusammenführung der Schulstandorte wurde damals durch die Schulkommission Glarus Nord unter der Leitung von Roger Schneider vorbereitet. Auch wir waren Eltern, welche dagegen waren. Anlässlich einer Informationsveranstaltung in der lintharena sgu konnten wir dann unsere Fragen direkt an die vollständig anwesende Schulkommission und deren Präsidenten, Gemeinderat Roger Schneider stellen. An dieser Veranstaltung wurden alle Fragen zu unserer vollen Zufriedenheit beantwortet – die einzig offene Frage, nämlich die bezüglich Gefahren, wurde aufgenommen und mittels einer «Taskforce» Schulwegsicherheit umfassend begleitet. Somit wurden wir auch da ernst genommen. Wir sind damals an dieser Veranstaltung zur Überzeugung gelangt, dass die Motivation für die Zusammenführung der Oberstufe in Näfels mit der besser erreichbaren Qualität durch ein breiteres Fächerangebot, besserer Austausch unter den Lehrkräften und allfälligen Stellvertretungen bei gleichen Kosten nachvollziehbar und sinnvoll ist.

Hätten wir damals den eingeschlagenen Weg nicht goutiert oder wir Nachteile für die Bildung unseres Kindes festgestellt, dann hätte wir, wie wohl auch alle anderen anwesenden Eltern an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung, die Kompetenzen der Schulkommission beschnitten. Wir alle haben jedoch bewusst, und das mit grosser Mehrheit, der Schulkommission und somit der Bildung in Glarus Nord unser Vertrauen ausgesprochen.

Was uns betrifft, so wünschen wir uns zukünftig auch einen Gemeindepräsidenten, der dieselbe Offenheit und Klarheit bei der Kommunikation an den Tag legt, wie damals seitens Bildung anlässlich der Information in der lintharena sgu. Das war sicher nicht einfach den rund 100 besorgten Eltern Rede und Antwort zu stehen. Das nennen wir Rückgrat und genau das benötigt auch der Gemeindepräsident von Glarus Nord.