Blunschi im Final

Glück und Pech verfolgten die drei Glarner Gymnastinnen im Halbfinal – Wettkampf für die Schweizer Meisterschaften der Rhythmischen Gymnastik in Le Landeron (NE). Glück hatte Stephanie Blunschi, sie qualifizierte sich mit dem 8. Schlussrang äusserst knapp aber verdient. Pech hingegen hatte Sarah Auf der Maur, sie verpasste den Finaleinzug um einen Rang.

 



Stephanie Blunschi bei ihrer Reifübung
Stephanie Blunschi bei ihrer Reifübung

Mit viel Selbstvertrauen nach den teils tollen Leistungen in der Quali reisten die drei Ver-treterinnen vom Glarner Turnverband (GLTV) in Begleitung ihrer Trainerinnen und Fans nach Neuenburg. Alle drei wollten bei der Klasse der Seniorinnen sich für das grosse Finale in Sursee qualifizieren.



Saisonziel Schweizer Meisterschaft

Gleich zu Beginn vom Wettkampf spürte man, dass es den Turnerinnen nicht um Medaillen sondern um das grosse Saisonziel, den Finaleinzug zu den Schweizer Meisterschaften ging. Dies wieder spiegelte sich vor allem bei den äusserst konzentrierten aber auch sehr nervösen Darbietungen aller Gymnastinnen bei der ersten Übung mit dem Reif.

Am besten mit diesem Druck konnte von der RG Glarnerland Stephanie Blunschi umgehen. Ihr gelang die Auftaktvorstellung mit dem Reif ausgezeichnet. Die dritthöchste Note in dieser Disziplin war dann auch der verdiente Lohn dafür.

Weniger gut waren leider die Reifübungen von Sarah Auf der Maur und Corinne Meier. Beide patzten unverhältnismässig viel bei ihren Übungen und wurden dafür auch mit tiefen Noten bewertet. Leider konnte sich Corinne Meier bei der 2. Übung mit dem Seil nicht steigern. Ihr missriet die Seilübung total und so musste Sie leider ihre Hoffnungen auf eine Finalteil-nahme schon nach dem ersten Wettkampftag begraben.

Besser aber auch nicht fehlerfrei war die Seilvorstellung von Stephanie Blunschi. Leider zeigte auch sie zu viele kleine Unsicherheiten um eine hohe Note zu bekommen. Zur Freude aller Mitgereisten turnte Sarah Auf der Maur dafür ausgezeichnet. Sie begeisterte das Publikum mit ihrer temperamentvollen Art und wurde zurecht mit der viertbesten Note belohnt.

Gute Chancen

So waren die Finalchancen für Blunschi und Auf der Maur nach dem ersten Wettkampftag und er Hälfte vom Programm noch ausgezeichnet. Platzierten sie sich doch auf dem sehr guten 4. resp. 5. Zwischenrang.

Am 2. Tag waren nochmals 2 Übungen mit dem Band und dem Ball von allen Gymnastinnen gefordert. Voll motiviert starteten Blunschi und Auf der Maur jeweils zu Ihren Übungen. Wollten sie doch mit tollen Leistungen ihre sehr gute Ausgangslage verteidigen. Optisch gesehen gelang beiden dies auch sehr gut. Nebst einigen kleinen Haltungsfehlern waren keine grösseren Patzer sichtbar. Nur die Kampfrichterinnen waren da teils aus unver-ständlichen Gründen anderer Meinung und benoteten die Glarnerinnen durchwegs tief. Zu ihren direkten Konkurrentinnen verloren Sie so bis zu zwei Wertungspunkte pro Übung und rutschten in der Rangliste Platz um Platz nach hinten.

Ohne Druck konnte Corinne Meier ihre beiden Vorstellungen mit dem Band und dem Ball turnen. Für die sympathische Gymnastin aus Bilten war das Erreichen vom Halbfinale schon ein toller Erfolg worauf sie sicher stolz sein kann.

Stephanie im Final

Am Schluss vom Wettkampf sah die Rangliste so aus wie es kommen musste. Vorne weg waren die beiden Gymnastinnen von Gym Biel eine Klasse für sich, welche den Titel wohl auch unter sich austurnen werden. Ab Rang 3 bis 10 trennten die Gymnastinnen aber lediglich winzige 2.6 Wertungspunkte. So entschied am Schluss nicht das Können, sondern hauptsächlich das Glück oder Pech auf ein Weiterkommen oder nicht. Dabei zog wie Anfangs erwähnt Sarah Auf der Maur den „schwarzen Peter“ und konnte sich als 9. Platzierte leider nicht qualifizieren. Mehr Wettkampfglück hatte Stephanie Blunschi sie qualifizierte sich knapp als 8. aber von den Leistungen her sicherlich hoch verdient für das grosse Finale um die Schweizer Meisterschaft vom Samstag 6.Juni in Sursee.