Blunschi ohne Glück

Bei den Schweizer Meisterschaften in der Rhythmischen Gymnastik belegte Stephanie Blunschi nach guten Leistungen nur den achten Schlussrang.



Stephanie Blunschi bei einem Bodenelement mit Ball. (Bild: Markus A. Jegerlehner/fotojeger.ch)
Stephanie Blunschi bei einem Bodenelement mit Ball. (Bild: Markus A. Jegerlehner/fotojeger.ch)

Als Saisonhöhepunkt standen am Wochenende vom 6./ 7.Juni die Finalwettkämpfe für die Schweizer Meisterschaften in der Rhythmischen Gymnastik in Sursee auf dem Programm. Nach ausgezeichneten Leistungen in den Qualifikations- und Halbfinalwettkämpfen konnte sich erfreulicher weise mit Stephanie Blunschi auch eine Gymnastin der RG Glarnerland in der Kategorie Seniorinnen dazu qualifizieren.
Von den Finalistinnen in der Kategorie der Ältesten (Jahrgang 92 und älter) wurden vier Übungen mit den Handgeräten Ball, Seil, Band und Reif verlangt, wobei nur die drei Besten davon in die Wertung kamen.

Um Gold und Silber kam es wie erwartet zum Zweikampf der beiden Clubkolleginnen von Gym Biel. Dabei setzte sich die klare Favoritin Ioulia Ioudina deutlich vor Nathalie Komagata durch. Ab Platz drei bis acht war nach den letzten Wettkämpfen jeder Ausgang völlig offen, und auch die Vertreterin vom Glarnerturnverband (GLTV) wollt da ein Wörtchen mitreden. Auf dem gezeigten Niveau war mit grossen Fehlern der Konkurrentinnen nicht mehr zu hoffen. Vielmehr musste Stephanie Blunschi selbst mit erhöhtem aber kalkuliertem Risiko versuchen, hohe Wertungsnoten von den Kampfrichterinnen für ihre Übungen zu bekommen. Dies gelang der durch die Knöchelverletzung immer noch leicht handicapierte Gymnastin aus Näfels nicht immer optimal. Für die zahlreich angereiste Fangruppe, welche die Glarnerin mit Transparenten und Zurufen immer wieder anfeuerten, sahen die Übungen alle samt sehr schön aus. Dem geschulten Kampfrichterauge entgingen aber die zu häufigen kleinen Haltungsfehler leider nicht, und dementsprechend gab es bei allen Übungen einige Punkteabzüge. Diese Kleinigkeiten entschieden am Schluss vom Wettkampf, wer Bronze gewann und wer leer ausging. Zum Leidwesen der mitgereisten Fans musste leider ausgerechnet das Geburtstagskind, die 18-jährige Stephanie Blunschi, in den sauren Apfel beissen und musste sich am Schluss mit dem undankbaren achten Schlussrang begnügen. Trotz dieser Enttäuschung über den verpassten Spitzenplatz waren die Gymnastin und ihre langjährige Trainerin Linda Ohrler aber über das Erreichte mehr als nur zufrieden.