Bonuspass soll Anreiz für ÖV schaffen

Der Regierungsrat hat sich für die Legislatur 2019–2022 das Ziel gesetzt, Pendler vermehrt in öffentliche Verkehrsmittel zu bringen, um das Kantonsstrassennetz zu schonen. Mit dem Bonuspass wird nun ein konkretes Projekt lanciert.

 



Eine Umfrage bei Angestellten der kantonalen Verwaltung ergab: 

  • Die Hälfte der Kantonsangestellten kommt mit dem eigenen Auto/Motorrad zur Arbeit.
  • Rund ein Drittel kommt zu Fuss oder mit dem Fahrrad zur Arbeit.
  • Knapp jeder fünfte Kantonsangestellte nutzt den öffentlichen Verkehr.

Der grösste Umsteigeeffekt zugunsten des öffentlichen Verkehrs kann mittels einer Verkürzung der Reisezeit und über die Senkung der Kosten für Fahrausweise ausgelöst werden. Bei den Reisezeiten sind Möglichkeiten des öV ausgereizt. Bei den Kosten kann der Kanton Glarus direkt Einfluss nehmen, etwa mit dem Angebot Bonuspass, einem Verbund-Jahresabonnement des öffentlichen Verkehrs für den Arbeitsweg von Angestellten, das vom Arbeitgeber vergünstigt wird. 

Glarner Unternehmen und ihre Mitarbeitenden können profitieren

Unternehmen/Arbeitgeber haben ab Herbst 2020 die Möglichkeit, bei der SBB vergünstigte Verbund-Jahresabonnements für den Arbeitsweg ihrer Mitarbeitenden zu bestellen. Dabei werden die für den Arbeitsweg notwendigen Tarifverbund–Abos vom Arbeitgeber subventioniert. Die Mitarbeitenden erhalten dabei immer ein Abonnement ALLE Zonen, das sie auch privat nutzen können. Der Kanton bietet seinen Angestellten ab Herbst 2020 das Verbund-Jahresabonnement Bonuspass des Tarifverbunds Z-Pass oder das Firmenabo des Tarifverbunds Ostwind an. 

Das Ziel des Regierungsrates ist es, möglichst viele Glarner Betriebe zu motivieren, ebenfalls solche Verbund-Abonnemente anzubieten. Hierzu beteiligt sich der Kanton Glarus mit einer Anschubfinanzierung an den anfallenden Kosten der Drittfirmen mit einmalig 300 Franken pro Abonnement. Die Vergünstigung der Pendlerabos für Kantonsangestellte und Drittfirmen werden für 2020 mit gut 90 000 Franken veranschlagt.