Das Publikumsinteresse war auch dieses Jahr wiederum sehr gross, die Zahl vom vergangenen Jahr konnte sogar noch gesteigert werden. Ein Novum bei der diesjährigen Glarner Braunviehschau war, dass die Bewertung auf einem grünen Teppich vorgenommen werden konnte. Dies an Stelle der bisher gewohnten Sägemehlunterlage und sehr zur Freude der Juroren.
Braunvieh aus dem Glarnerland
Wie gewohnt, stellten sich an diesem Samstag nur Braunvieh aus dem Glarnerland zur Beurteilung und Bewertung durch drei neutrale Juroren aus den benachbarten Kantonen. So konnte eine faire Benotung in den Total 30 Abteilungen garantiert werden. Um 09.15 wurde mit der Rangierung und Kommentierung durch die drei Experten in den verschiedenen Kategorien gestartet. Bei jeder Bewertung wurde dem anwesenden Publikum verständlich – auf jeden Fall für die Profis - erklärt, weshalb diese oder jene Kuh oder Rind die ersten Plätze belegen konnte. Natürlich war es für den Laien nicht leicht zu verstehen, weshalb überhaupt eine der Kühe zum Beispiel als ältere Schönutersiegerin hervorging. Sahen doch alle der Kandidatinnen im Grunde genommen gleich aus. Die Erklärungen des Experten wurden aber von den Züchtern stets akzeptiert und selbst die unterlegenen Kühe wurden vom Publikum mit Applaus verabschiedet.
Mutter-Tochterwettbewerb
Erstmals in der Geschichte der Glarner Braunviehschau wurde eine Wahl Mutter-Tocher Kuh vorgenommen. Allgemein war man gespannt auf diesen Wettbewerb. Durchgeführt wurde er im Cupsystem indem zuerst vier Paare in den Ring zur Bewertung geführt wurden. Jeweils ein Paar musste vom Experten wieder verabschiedet werden und ein nächstes Paar in den Ring geführt. Am Schluss blieben von den sieben gemeldeten Paaren noch drei im Ring, aus denen das Siegerpaar erkoren wurde. Erstaunlich für den Laien sowie auch für den Fachmann, wie sich zum Teil Mutter und Tochter ähnlich sahen. Dieser Wettbewerb wurde allgemein sehr positiv aufgenommen und bildete sicher eine zusätzliche Bereicherung der diesjährigen Schau.
Misswahl
Wie jedes Jahr bildete die Wahl der Miss GLARIS den krönenden Abschluss der Herbstviehschau in Glarus. Für den Experten sicher keine leichte Ausgabe aus den stattlichen Kühen die Schönste herauszufinden. Unter den Zuschauern begann das gespannte Rätselraten, wird es nun meine Favoritin und wenn nein warum nicht. Immer wieder schritt der Experte die Reihe der verbliebenen Kühe ab um dann endlich das Resultat bekannt zu geben. Es war allen Anwesenden klar, im Grunde genommen gab es bei diesem Wettbewerb und bei diesen in der Tat wunderschönen Kühen keine Verliererin, alle waren an diesem Tag Siegerinnen.
Zu den Gewinnern gehören sicher auch die Organisatoren dieses Anlasses, welche es immer wieder schaffen eine Schau mit über 310 Tieren im vorgegebenen Zeitplan und ohne Pannen durchzuführen.
Der Anlass findet am Abend mit Tanz und Unterhaltung seinen gemütlichen Abschluss. Ebenfalls am Abend im Zelt wird noch der Rinder-Champion erkoren.
Die diesjährige Rangliste finden Sie im Anhang.
Bilder von diesem Anlass finden Sie unter der Rubrik Bildimpressionen auf der Startseite unten.




