Braunwald gibt e-Gas-Engagement, Herzblut und Kreativität

Heute hat in Braunwald und Linthal/Glarus Süd das grosse Einweihungsfest zum schweizweit einzigartigen E-Mobility-Tourismuskonzept stattgefunden. Nebst Kurzreferaten zu den Herausforderungen im Schweizer Tourismus und der Bedeutung der Elektromobilität für das Gastgewerbe, konnten die Gäste auch Testfahrten mit E-Autos machen, sich über die Elektromobilität informieren und zugleich das Tourismusgebiet Glarus Süd kennen lernen.




Das Thema Nachhaltigkeit wird in der Tourismusregion Braunwald/Glarus Süd schon lange grossgeschrieben. So ist Braunwald nicht nur autofrei, sondern die Region setzt ab sofort auch mehr auf die Elektromobilität. Als erste Tourismusregion in der Schweiz hat Braunwald in Linthal 13 Ladepunkte installiert. Zehn Ladepunkte des intelligenten Netzwerks Plug’n Roll von Repower sowie drei Tesla Destination Charger. Damit gilt Braunwald als Pionier im E-Mobility-Tourismus und wollte dies mit zahlreichen Gästen gemeinsam feiern. Elektroautofahrerinnen und -fahrer, Vertreter von Tourismusregionen und Energieversorgungsunternehmen, E-Mobility-Interessierte, Touristen und Familien haben heute in Braunwald am Einweihungsfest teilgenommen und einen spannenden und inforeichen Tag erleben und geniessen dürfen. Nebst Kurzreferaten rund um das Thema E-Mobility konnten die Gäste mit E-Autos (BMW, Tesla, Plug’n Roll-Autos Mercedes und Renault ) Probe fahren, Glarner Spezialitäten kosten, E-Bikes testen sowie eine Bergfahrt mit der Standseilbahn und kulinarische Köstlichkeiten in den Berghotels geniessen.

Die Zukunft des Schweizer Tourismus: «Engagement und kreative Ideen sind gefragt»

Zum Thema E-Mobility und deren Bedeutung im Tourismus haben sich am Einweihungsfest nebst dem Geschäftsführer der Braunwald Standseilbahn AG René Marfurt und Fridolin Hösli, Geschäftsführer der Braunwald-Klausenpass Tourismus AG auch Landesstatthalter und Verwaltungsratspräsident der Braunwald Standseilbahn AG Dr. Andrea Bettiga und Mathias Zopfi, Vizepräsident Glarus Süd geäussert. Da wurde eines schnell klar: Der Schweizer Tourismus hat viele Herausforderungen zu meistern. So machen ihm nicht nur der starke Schweizer Franken, die ansteigenden Temperaturen für den Wintertourismus, sondern auch die zunehmende Konkurrenz im Rahmen der Globalisierung zu schaffen. Die Redner sind sich einig, dass die Elektromobilität ein grosser Mehrwert für die Region ist. Landesstatthalter Dr. Andrea Bettiga betonte, wie wichtig es für den Schweizer Tourismus sei, flexibel und rasch im weltweiten Wettbewerb agieren zu können. «Der Gast bezahlt Schweizer Preise und erwartet zu Recht eine hohe Schweizer Qualität. Wenn er enttäuscht wird, kommt er nicht mehr. Engagement und kreative Ideen sind gefragt», so Landesstatthalter Dr. Andrea Bettiga und er hob weiter hervor, dass Glarus Süd mit der Elektromobilität auf dem richtigen Weg sei und dass es genau solche Vorhaben bräuchte. Die Elektromobilität für E-Autos und E-Bikes sei aber nur eines der laufenden Projekte in der Bergregion an der Linth. So betonte der Landesstatthalter, dass es ihm ein grosses Anliegen sei, den Glarner Tourismus voranzutreiben und bei diesem Vorhaben werde er von der gesamten Region unterstützt. Auch Gemeinde-Vizepräsident Mathias Zopfi pflichtete ihm bei und ist überzeugt, mit der Installation der Ladesäulen einen wichtigen Schritt gemacht zu haben: «Die Elektromobilität wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Es wird schrittweise und je nach Anwendungsgebiet schneller oder langsamer passieren. Aber es passiert.» René Marfurt, Geschäftsführer der Braunwald Standseilbahn AG, hat das Kundenbedürfnis nach Elektromobilität frühzeitig erkannt und macht Braunwald damit zum Pionier im E-Mobility-Tourismus. Die Elektroautofahrerinnen und -fahrer sind eine neue Zielgruppe mit neuen Bedürfnissen. So sagte er über die E-Fahrer: «Diejenigen, die eins besitzen, planen ihre Reise den entsprechenden Möglichkeiten respektive Ladestationen entlang.» Und mit der Installation von 13 Ladepunkten will er diesem Kundenbedürfnis entgegenkommen und einen Mehrwert bieten. Auch Fridolin Hösli, Geschäftsführer der Braunwald-Klausenpass Tourismus AG, ist überzeugt, mit der Elektromobilität einen neuen Anreiz zu schaffen, Braunwald anzusteuern. Zum einen, weil es ein wichtiges Entscheidungselement für den Gast sei, ob er dort sein Auto laden kann oder nicht, zum anderen aber auch, weil Braunwald damit den Nachhaltigkeitsfaktor weiter unterstreicht. «Nachhaltigkeit ist ein zentraler Treiber von Braunwald. Sind wir doch eine der wenigen Destinationen der Schweiz, die zwar nicht ganz verkehrs- aber autofrei sind.»

Auch Repower ist vom Potenzial der Elektromobilität überzeugt. So wie es einst ein besonderer Service war, im Hotel WLAN zu haben, ist es heute ein Muss. Ein solcher Boom sieht Repower auch für die Elektromobilität: «Im Bereich der Elektromobilität ist eine ähnliche Entwicklung nicht nur denkbar, sondern sehr wahrscheinlich,» so Karl Thoma, Produktmanager vom Angebot Plug’n Roll bei Repower. Seit 2014 ist die Zahl der Elektroautofahrerinnen und -fahrer um rund 70 Prozent gestiegen. So setzt sich Repower zusammen mit ihren Kunden zum Ziel, ein dichtes Netzwerk an öfffentlichen oder halböffentlichen Ladestationen aufzubauen. Mit dem Angebot «Plug’n Roll» bietet Repower Gemeinden und Unternehmen die Möglichkeit, Teil des intelligenten Netzwerks zu werden. Sie können ihre Ladestationen (Palina oder Bitta) auf einer Plattform sichtbar machen, der Elektroautofahrer kann so mithilfe der Plug‘n Roll Smartphone App rasch die nächstgelegene freie Ladestation finden. Mit der Tourismusdestination Braunwald/Glarus Süd hat Repower erstmalig ein solch grosses Angebot an Elektromobilität umgesetzt, was hier heute den Anlass für diese grosse Einweihungsfeier gab.