«Bringt mehr Freiheit auch mehr Zufriedenheit?»

Am 3. Innovationsapéro sprach Gabriela Stehlin, Head Human Resources Switzerland, am Beispiel der Firma Geberit AG über die Chancen und Risiken der neuen Arbeitsmodelle.




Gesteigerte Mobilität und technische Hilfsmittel hätten neue Möglichkeiten in der Arbeitswelt ergeben, erklärte Christian Zehnder, Wirtschaftsförderung, als Einleitung für den. 3. Innovationsapéro am letzten Donnerstag im «Glarnerhof» in Glarus. Gerade in einem internationalen Unternehmen kämen diese natürlich sehr stark zum Tragen. Aus diesem Grund freute er sich sehr, dass zu diesem Thema Gabriela Stehlin, Head Human Resources Switzerland der Firma Geberit AG, vor den interessierten Mitgliedern der Glarner Handelskammer und des Gewerbeverbandes des Kantons Glarus referierte. Mit 12 000 Mitarbeitern auf der ganzen Welt und rund 1200 in der Schweiz stehe die Geberit AG vor vielen personellen Herausforderungen. «Gerade in der Entwicklung wird häufig über Landesgrenzen hinaus zusammengearbeitet; mit neuen Techniken muss man dazu nicht immer physisch präsent sein.» Das gehe auch so weit, dass nicht zwingend im Unternehmen selbst gearbeitet werden muss. «Eine Freiheit, welche von vielen geschätzt wird, aber auch gewisse Risiken beinhaltet.» Auf der einen Seite muss die Leistung in einer gewissen Zeit erbracht werden und deswegen vom Teamleiter auch genauer überwacht werden. Auf der anderen Seite muss der Mitarbeiter in seinem privaten Umfeld die Arbeitszeit abgrenzen können. «Wie schnell wird die Antwort auf eine Mail erwartet, müssen Arbeiten wirklich noch am Abend oder dem Wochenende erledigt werden?» Auch als Unternehmen gehe es dabei klare Grenzen abzustecken, damit der Druck und der Stress nicht überhandnehmen. Zudem bietet Geberit AG mit einem Vital-Programm weitere Hilfestellungen gegen Stress wie Lockerungsübungen am Arbeitsplatz; aber auch Beratungen bei der Ernährung und Sozialem. Während des anschliessenden Steh-Lunchs hatten die zahlreichen Besucher zusätzlich die Gelegenheit, die Eindrücke untereinander zu vertiefen.  

*Jürg Huber ist Pressebeauftragter der Glarner Handelskammer.