Zu einer ungewohnten Anspielzeit muss der FC Glarus am Sonntag in Tägerwilen antreten, Kickoff ist nämlich bereits um 10.30 Uhr. Allerdings sollte diese aussergewöhnliche Situation kein Problem für die Cescato-Elf darstellen, weiss sie doch seit Ende Juli 08, dass dieses Spiel, als auch dasjenige Ende Mai in Sirnach, am Sonntagvormittag stattfindet. Trainer Alessandro Cescato meint denn auch zu diesem speziellen Vormittagsauftritt: „Sicher ist es ungewöhnlich am Vormittag spielen zu müssen und eine Umstellung, aber mit der richtigen Einstellung und der richtigen Verpflegung, nehmen wir auch diese Herausforderung beim starken Gegner an.“ Mit dem FC Tägerwilen wartet ein richtiger Gradmesser auf die Weiss-Schwarzen und man möchte die Wunden nach der Niederlage in St. Gallen lecken.
FC Glarus - Vorgaben bei Winkeln wurden verpasst
Der FC Glarus zeigte am vergangenem Samstag eine ansehnliche Partie und es lief zu Beginn ganz gut. Das Spiel war für Glarus in den richtigen Bahnen, Weiss-Schwarz ging früh in Führung und kontrollierte das Spielgeschehen, leider verpassten die Hauptstädter aber ihr Spiel durchzuziehen. Auch wurde viel zuwenig Druck auf das gegnerische Tor ausgeübt. „Ausserdem haben wir es nicht geschafft im Mittelfeld Ruhe reinzubringen. Weitere Punkte waren, dass wir keine Ballsicherheit ausgestrahlt haben und keine Verantwortung übernahmen. Mit dem läuferischen Einsatz einzelner Spieler bin ich unzufrieden“, so Cescato in seiner Spielanalyse.„Wir haben unsere Vorgaben und unsere Ziele am Samstag klar verpasst! Trotz der Niederlage mache ich mir keine Sorgen. Die Spieler wissen selber, dass wir viel zu wenig gemacht haben und die Enttäuschung war gross“. Die Glarner müssen lernen, dass die Bereitschaft da sein muss, Woche für Woche hart zu arbeiten, sich nie zufrieden zu geben, denn Zufriedenheit bedeutet ja bekanntlich Rückschritt, um so Fortschritte erzielen zu können. In dieser Woche ist denn weiterhin das Offensivspiel der Hauptschwerpunkt im Training.
Pajtim Ismaili und Patrick Widmer kehren nach ihren Abwesenheiten in Tägerwilen ins Fanionteam zurück. Röbi Marti wird verletzungshalber ebenso wie Thomas Knobel ausfallen. Leider hat auch Pascal Trevisan mit der Verletztenhexe Bekanntschaft gemacht. Er fällt nach einem Bänderriss im Fuss mind. 6 Wochen aus. Die Viererabwehrkette muss zudem mit grosser Wahrscheinlichkeit umgestellt werden, da Thomas Frei seinen alljährlichen Militärdienst absolviert und vermutlich Sonntagswache halten muss.
FC Tägerwilen – In der Spitzengruppe vertreten
Der FC Tägerwilen, dessen primäres Ziel der Ligaerhalt war, ist in der Spitzengruppe vertreten. Wäre nicht die Niederlage zum Rückrundenauftakt in Eschenbach gewesen, hätte Tägerwilen nur Drei Zähler Rückstand auf das Spitzenduo Amriswil und Wängi. Die Thurgauer sind ein Phänomen; gegen die beiden Teams unter dem Strich gab es eine Niederlage (Eschenbach) sowie einen knappen Sieg (Schmerikon) aber der Leader Amriswil hingegen wurde im Derby dominiert und verdient bezwungen. Der FC Tägerwilen erreichte seinen sportlichen Supergau 2005 als er in die 4. Liga Abstieg. Nur Zwei Jahre später, nämlich 2007, schaffte Tägerwilen allerdings den Wiederaufstieg in die 2. Liga regional. In dieser sportlich erfolgreichen Zeit verloren die Thurgauer nur 4 von 42 Spielen. Letzte Saison wurde mit dem 6. Platz beendet. Im Hinspiel trennten sich beide Teams mit einem Unentschieden, wobei Glarus erst in der 5 Min. der Nachspielzeit den Ausgleich bekam, nachdem die Cescato-Elf zweimal durch Leo Russo in Führung lag. Die Glarner haben also noch eine Revanche gegen Tägerwilen offen. Der Kanton Thurgau sollte eigentlich dem FC Glarus liegen, haben sie doch bereits vor drei Wochen in Amriswil gepunktet. Mit gutem, attraktivem Fussball müsste am Sonntagvormittag ein Häppchen, sprich die angestrebten Drei Punkte, im Bereiche des Möglichen liegen, bevor dann am Landsgemeindesamstag das nächste Heimspiel auf dem Programm der Weiss-Schwarzen steht.
Fussball 2. Liga Regional: Tägerwilen - Glarus, Sonntag, 26. April 2009, 10.30 Uhr, Sportplatz Tägermoos, Tägerwil




