Bruno Fäh gewinnt GlaBü 09

Bruno Fäh heisst der Sieger des diesjährigen Glarner-Bündner Kantonalen Schwingfest in Ennenda. Dies auch, weil Vorjahressieger Stefan Fausch und Andy Büsser den Schlussgang stellen mussten. Sein erstes Eichenlaub erschwang vor gut 2500 Zuschauern Ruedi Luchsinger aus Schwanden.



Strahlender Sieger: Bruno Fäh gewinnt das GlaBü 2009. (Bild: jhuber)
Strahlender Sieger: Bruno Fäh gewinnt das GlaBü 2009. (Bild: jhuber)

Es war mucksmäuschen Still im „Widenbett“ als Vorjahressieger Stefan Fausch und Andy Büsser aus Ottoberg sich im Schlussgang gegenüberstanden. Dabei lag Büsser nach dem fünften Gang nur mit einem Viertelpunkt vor Fausch. Und da die Spitze sehr nahe beieinanderlag brauchten beide Schwinger das Punktemaximum für den Sieg. Dementsprechend aktiv gingen beide Akteure den Gang an. Und sowohl Fausch als auch Büsser hatten ihren Kontrahenten jeweils mehrmals beinahe knapp aufs Kreuz gelegt. Doch am Schluss mussten sie den Gang stellen und es freute sich ein anderer. Bruno Fäh heisst der Sieger des Glarner-Bündner Kantonalen Schwingfest 2009 und der neue Besitzer des Siegermunis Boby. Büsser fiel auf den dritten und Fausch auf den vierten Rang zurück. Zweiter wurde Michael Rhyner aus Nassen.

Spannende Gänge

Dabei startete der Benkner mit einer Niederlage gegen Fausch in den Wettkampf. Fand anchliessend zurück und schloss vier Gänge mit dem Maximum und einen mit 9.75 Punkten ab. Der Zweite Rhyner lag nach dem Vormittag noch an der Spitze verlor gleich nach dem Mittag gegen Fausch und erhielt zweimal nur 9.75 Punkte. Der Sieger vom letzten GlaBü, Fausch, hatte mit gleich drei Eidgenössischen Kranzschwinger das anspruchsvollste Programm von allen Favoriten zu bewältigen. Als Knackpunkt dürfte dabei der fünfte Gang gegen Urban Götte gewesen sein. Beide Schwinger lagen vor ihrem Duell ganz vorne an der Zwischenrangliste, gingen ihren Gang jedoch sehr verhalten an. Keinem von beiden gelang es grosse Akzente zu setzten, so dass der Zweikampf „gestellt“ endete. Götte verlor anschliessend auch den letzten Gang gegen Markus Koller und belegte den sechsten Schlussrang. Der Siebner Koller wurde Vierter. Einen starken Tag hatte auch der Schwandner Ruedi Luchsinger. Trotz des verlorenen letzten Gang gegen Rhyner, belegte er am Schluss den siebten Rang und konnte zum ersten Mal einen Kranz in Empfang nehmen. Die weiteren Glarner gingen ohne Eichenlaub aus.

Schweizer Tugenden und Brauchtum

Der Schwingsport erfreut sich in den letzten Jahren einem gesteigerten öffentlichen Interesse. Und so wohnten auch im „Widenbett“ rund 2500 Zuschauer dem hochstehenden Anlass bei. Wie Ehrenpräsident Regierungsrat Andrea Bettiga an seiner kurzen Ansprache erwähnte „ist der Schwingsport weit mehr als nur ein Spiel. Er vereinigt die gut eidgenössischen Tugenden : Aufrichtigkeit, Beharrlichkeit, Ehrlichkeit, Rücksichtnahme, Fairness, Mut und Bescheidenheit“. Nicht fehlen durften dabei auch weiteres Schweizer Kulturgut, wie die Silvesterschellner und das Heimatchörli. Beide aus der Austragungsgemeinde. Aber auch das Alphornquartett Tödifirn und das Bücheltrio Zigersennen aus Linthal sorgten für die passende musikalische Unterhaltung und Umrahmung des Anlasses. Im gut besuchten Festzelt spielte ausserdem das Trio Wildbach auf. Hier konnte der reichhaltige und gut bestückte Gabentempel bewundert werden. Und auch der neue Mister Schweiz besuchte den Anlass und gab eine gut besuchte Autogrammstunde.

Endlich wieder in Ennenda

Seit 1988 war Ennenda nicht mehr Austragungsort des Glarner-Bündner Kantonalen Schwingerfests. Nach knapp 21 Jahren haben sich die Turnenden Verein von Ennenda zusammengetan und diesen, für Glarner Verhältnisse, Grossanlass organisert. Und dies ist ihnen sehr gelungen. Der Wettkampf konnte reibungslos, spannend und ohne Verzögerungen durchgeführt werden. Sowohl bei der Getränke- und Essensausgabe als auch auf den Toiletten waren die Wartezeiten, wenn überhaupt, sehr kurz. Und das Rahmenprogramm im Festzelt und der Schwingerbar sehr unterhaltsam. Alles in allem nicht nur ein gelungenes Schwinger- sonder auch ein fröhliches Volksfest.