Bruttogewinn und Reingewinn der GLKB deutlich über Vorjahr

Die Glarner Kantonalbank erzielt im Jahr 2013 ein sehr gutes Ergebnis. Der Bruttogewinn beträgt 18,2 Millionen Franken. Sie baut ihr Kerngeschäft Hypotheken und Kundengelder weiter aus. Das resultiert in einem Bilanzsummenwachstum von 9 Prozent. Der Betriebsertrag steigt um knapp 8 Prozent. Die im Herbst 2012 von der GLKB unter dem Namen hypomat.ch lancierte Online-Hypothek übertrifft die Erwartungen deutlich.



Jahresabschluss der Glarner Kantonalbank per 31. Dezember 2013.
Jahresabschluss der Glarner Kantonalbank per 31. Dezember 2013.

Der Betriebsertrag steigt im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 3,8 Millionen Franken oder 7,8 Prozent. Der Zinserfolg trägt mit einem Plus von 2,8 Millionen Franken den Hauptanteil dieses erfreulichen Ertragswachstums. Mit einer Steigerung des Kommissionserfolges um mehr als 1,0 Millionen Franken oder 11,5 Prozent ist die Bank auch in ihrem zweiten Hauptgeschäftsfeld erfolgreich. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft knüpft beinahe an das Rekordergebnis von 2012 an. Der Übrige ordentliche Erfolg steigt um 0,2 Millionen Franken auf 1,0 Millionen Franken. «Die Steigerung der Erträge der Bank um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist sehr erfreulich. Wir konnten dies dank dem hervorragenden Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für und mit unseren geschätzten Kunden erreichen», freut sich CEO Hanspeter Rhyner. 


Der Geschäftsaufwand steigt im Vorjahresvergleich um 0,8 Millionen Franken oder 2,3 Prozent. Der Personalaufwand erhöht sich gegenüber dem Vorjahr moderat um 0,2 Millionen Franken auf 21,0 Millionen Franken. Der Sachaufwand weitet sich um 0,5 Millionen Franken oder 4,9 Prozent aus. Nebst verstärkten Marketingaktivitäten schlagen höhere Kosten aufgrund der grösseren Volumen sowie Zusatzkosten für die Umsetzung der umfangreichen regulatorischen Vorgaben zu Buche. Die Abgeltung der Staatsgarantie an den Kanton Glarus steht mit 1,5 Millionen Franken auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr.


Die GLKB realisiert einen Bruttogewinn von 18,2 Millionen Franken und erzielt damit eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent.


Die Abschreibungen auf dem Anlagevermögen fallen mit 3,6 Millionen Franken etwas tiefer aus als im Vorjahr, resultierend aus einer geringeren Investitionstätigkeit als in den Vorjahren. Für 2014 werden mit der Fassadensanierung und dem Umbau der Schalterhalle am Hauptsitz in Glarus wieder grössere Investitionen in Angriff genommen. Die Entwicklung der Wertberichtigungen und Rückstellungen zeigt sich weiterhin positiv. Mit einer Netto-Neubildung von 0,2 Millionen Franken für Kreditrisiken wird das tiefe Niveau des Vorjahres gehalten. Für übrige Geschäftsrisiken erhöht die Bank die Rückstellungen um insgesamt 0,7 Millionen Franken. 


Die Steuerabgaben an den Kanton bleiben mit 0,7 Millionen Franken stabil. Der Reingewinn kann in der Berichtsperiode um 1,9 Millionen Franken oder 17,6 Prozent eindrücklich gesteigert werden. 


Das Kerngeschäft Hypotheken baut die GLKB mit einem risikoarmen Zuwachs von 380 Millionen Franken aus. Diese Zunahme ist breit im Direkt- und im Online-Vertrieb abgestützt. Alleine über den Hypomat-Kanal werden rund 170 Millionen Franken an erstrangigen Hypotheken ausbezahlt. Im Filial- und Firmenkundengeschäft erzielt die Bank ebenfalls ein breit diversifiziertes Wachstum. Die übrigen Ausleihungen an Kunden reduziert die Bank entlang der definierten Risikostrategie um weitere 5,6 Prozent. Die Bilanzsumme steigt um 344 Millionen Franken oder 9,4 Prozent, was leicht unter der Wachstumsrate des Vorjahres liegt. Erfreulich präsentiert sich der erneut starke Zufluss an Kundengeldern mit einem Plus von 228 Millionen Franken. Mit diesem Kundengeldzufluss sowie der erfolgreichen Platzierung einer weiteren Anleihe über 100 Millionen Franken kann die Bank ihre Refinanzierung noch breiter abstützen.

Dank diesem ausgezeichneten Jahresergebnis kann die Glarner Kantonalbank die Ausschüttung an ihren Alleinaktionär Kanton Glarus substanziell erhöhen. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividende von 7,25 Prozent auf dem Nominalkapital, was 5,8 Millionen Franken entspricht. «Zusammen mit der Abgeltung für die Staatsgarantie und den Steuern fliessen 8,0 Millionen Franken an die öffentliche Hand. Damit erzielt der Kanton Glarus eine Rendite auf dem Aktienkapital von knapp 10 Prozent», freut sich Verwaltungsratspräsident Martin Leutenegger.

Ausblick


Die Glarner Kantonalbank erwartet 2014 wiederum ein anspruchsvolles Jahr, das aber durchaus auch seine Chancen bieten wird. Ein starker Anstieg des historisch tiefen Zinsniveaus gilt weiterhin als unwahrscheinlich, wodurch der Hypothekarmarkt kaum an Dynamik verlieren dürfte. Trotz der vielfältigen Opportunitäten wird die Bank ihrer konservativen Risikopolitik der letzten fünf Jahre treu bleiben und versuchen, adäquate Margen zu erzielen. Die Chancen stehen auch im Anlagegeschäft gut, dass der positive Trend der Erträge weitergeführt werden kann. Allerdings entspricht die Umsetzung der umfangreichen regulatorischen Anforderungen in diesem Bereich einer Herausforderung. Die Bank ist aber personell und fachlich gut gerüstet, auch in diesem Umfeld Erfolge zu erzielen. Die GLKB sieht sich mit ihren motivierten, gut ausgebildeten Mitarbeitenden und der Strategie, den Kunden verschiedene Vertriebskanäle anzubieten, in der Lage, auch im angefangenen Jahr ein gutes Ergebnis zu erreichen.