Bund unterstützt Entwässerungsstollen Braunwald

Der Bund unterstützt die Umsetzung des Entwässerungsstollens Braunwald mit 65 Prozent der Kosten von rund 45 Mio. Franken. Damit gewährt er einen Beitragszuschlag aufgrund der hohen finanziellen Belastung durch Naturgefahrenereignisse im Kanton Glarus. Die Direktorin des Bundesamts für Umwelt hat letzte Woche Braunwald besucht, um sich ein Bild des Projektfortschritts zu machen.



Exponenten der vier beteiligten Organisationen beim Erstellen eines Gipsabdrucks, vlnr: Thomas Tschudi, Vorsteher Departement Bau und Umwelt Kanton Glarus, Markus Hefti, Präsident Entwässerungskorporation Braunwald, Hans Rudolf Forrer, Gemeindepräsident Glarus Süd, Katrin Schneeberger, Direktorin Bundesamt für Umwelt• (Foto: zvg)
Exponenten der vier beteiligten Organisationen beim Erstellen eines Gipsabdrucks, vlnr: Thomas Tschudi, Vorsteher Departement Bau und Umwelt Kanton Glarus, Markus Hefti, Präsident Entwässerungskorporation Braunwald, Hans Rudolf Forrer, Gemeindepräsident Glarus Süd, Katrin Schneeberger, Direktorin Bundesamt für Umwelt• (Foto: zvg)

Der Kanton Glarus hat das Bundesamt für Umwelt (BAFU) aufgrund der zahlreichen Projekte zum Schutz vor Naturgefahren um zusätzliche Beiträge ersucht. Das BAFU hat dem Gesuch im Juli 2025 für die Jahre 2025-2028 und ausschliesslich für Einzelprojekte zugestimmt. Das Projekt Entwässerungsstollen Braunwald profitiert als erstes von zusätzlichen Bundesbeiträgen. Das BAFU hat das Projekt Anfang Oktober 2025 genehmigt und dabei die Bundesbeiträge von 45 auf 65 Prozent erhöht. Bei Kosten von rund 45 Mio. Franken bedeutet dies einen zusätzlichen Bundesbeitrag von 9 Millionen Franken.

Glarnerland besucht

Die Direktorin des BAFU, Katrin Schneeberger, hat am 31. Oktober 2025 auf Einladung des Departements Bau und Umwelt zusammen mit einer Delegation den Kanton Glarus besucht. Neben dem Besuch der umfangreichen Wiederherstellungsarbeiten der von einem Erdrutsch betroffenen Wagenrunse in Schwanden wurde der Delegation aus Bern die Vorarbeiten für den Bau des Entwässerungsstollens Braunwald gezeigt. Hierzu zählen die erforderlichen Waldrodungen und erste Werkleitungen, die in Braunwald im Gebiet Niederschlacht umgesetzt werden. Zusätzlich werden die Fundamente für die Bauseilbahn erstellt. Im Tal wird an der Erstellung des Installationsplatzes gebaut, auf welchem im 2026 die Talstation der Materialseilbahn erstellt wird. Der Stollenbau beginnt gemäss aktuellem Zeitplan im Spätsommer 2026.

Die Bewältigung des Ereignisses «Wagenrunse» durch die Gemeinde Glarus Süd wurde durch das BAFU als vorbildlich gelobt. Ebenfalls zeigte man sich vom Ausmass der Rutschung Braunwald und der Organisation für die Umsetzung des Grossprojektes Entwässerungsstollen durch die Entwässerungskorporation beeindruckt. Der Kanton Glarus, die Gemeinde Glarus Süd und die Entwässerungskorporation Braunwald zeigten auf, dass diese Grossprojekte eine weitreichende Wirkung entfalten und dank der Bundesbeiträge einen hohen Nutzen generieren. Die Entwässerungskorporation Braunwald, die Gemeinde Glarus Süd und der Kanton Glarus setzen alles daran, dass die besichtigten Projekte erfolgreich umgesetzt werden.