Charme statt Mahnfinger: IGSU-Botschafter in Braunwald

Auto-, aber nicht litteringfrei: Braunwald leidet wie viele andere Bergregionen unter Abfall, der nicht im Kübel landet. Taschentücher segeln von der Sesselbahn, Zigarettenstummel landen im Gebüsch und Essensverpackungen zwischen den Felsen. Um Berggäste für die Littering-Problematik zu sensibilisieren, ziehen die Botschafter der IG saubere Umwelt (IGSU) heute durch Braunwald.



«Braunwald steht für Erholung, Spass und Sport. Da passt es nicht, wenn wir die Gäste mit dem Mahnfinger darauf hinweisen, dass Abfall nicht auf den Boden gehört», so Gabriela Heer, Geschäftsführerin Braunwald-Klausenpass Tourismus AG. «Deshalb freuen wir uns über die Unterstützung der IGSU-Botschafter. Mit ihrer charmanten Art schaffen sie es, Gross und Klein über Littering und Recycling zu informieren, ohne den Moralapostel zu spielen.» Die IGSU-Botschafter-Teams zogen am 7. Oktober, mit ihren Recyclingmobilen durch Braunwald und auf den Vorderen Berg, wo sie Passantinnen und Passanten dazu ermuntern, ihren Abfall korrekt zu entsorgen.

Langjährige Erfolgsgeschichte

Die IGSU-Botschafter-Teams ziehen seit 2007 jedes Jahr von April bis September durch über 50 Schweizer Städte und Gemeinden und sprechen mit Passantinnen und Passanten über Littering und Recycling. Mit Workshops und Pausenaktionen werden zudem Schülerinnen und Schüler für die Littering-Problematik sensibilisiert. 

Breitgefächertes Engagement gegen Littering

Als Kompetenzzentrum gegen Littering beschränkt sich die IGSU nicht auf die Botschafter-Einsätze. Unterstützt vom Bundesamt für Umwelt BAFU, dem Schweizerischen Verband Kommunale Infrastruktur SVKI und der Stiftung Pusch organisiert die IGSU jeweils den nationalen Clean-Up-Day, der dieses Jahr am 11. und 12. September stattgefunden hat. Ausserdem vergibt die IGSU das No-Littering-Label an Städte, Gemeinden und Schulen, die sich gegen Littering engagieren, und unterstützt Institutionen bei der Umsetzung von Raumpatenschafts-Projekten.