Der Hardliner mit 50% Quarzanteil, wird im Tagebau gebrochen. Die Via Appia Antica in Rom, angelegt 312 v. Chr., ist die wohl bekannteste gepflasterte Strasse der Antike. Pflastersteine erlebten im Römischen Reich eine Blütezeit. Doch sie wurden schon viel früher verwendet. Funde in Mesopotamien lassen auf einen Einsatz um 4000 v. Chr. schliessen. Erst im Zuge der Industrialisierung wurden auch wieder Landstrassen damit befestigt. Verkehrsstrassen aus Steinen werden heute nicht mehr gebaut, der Autolärm wäre unerträglich. Im Misox und auch auf der alten Gotthard-Pass-Strasse (Tremola) finden sich noch gut erhaltene Kopfsteinpflaster. Vor dem Gerichtsgebäude, vor der Landesbibliothek und bei einem alten eisernen Brunnen an der Hauptstrasse in Glarus, findet man den Bsetzistei. Ganz neu ist ein solcher Belag eingebaut bei der kürzlich entstandenen Siedlung Spielhofwiese in Glarus. Kulturgut im Sinne von Heimatschutz. Kopfsteinpflaster sind europaweit ein Begriff. Im Aargau gibt es den Bsetzistei-Club. Der BCS veranstaltet und organisiert durch seine Vollmitglieder interessante, lehrreiche und spannende Events. So hart wie der Stein sind auch die Hardliner des Vorstands: «Der persönliche Bsetzistei gilt als Clubausweis und muss zur alljährlichen GV mitgebracht werden. Attrappen gelten nicht als legitimes Zeichen. Sie werden konfisziert, und dem fehlbaren Mitglied wird mit Ausschluss gedroht.» Ob dieser dann aus Wut zum Demo-Pflaschtersteiwerfer wird, ist nicht bekannt.




