Comeback mit Sieg

Daniel Bösch hat zum vierten Mal den Ricken-Schwinget gewonnen. Im Schlussgang bezwang er den Überraschungsmann vom Stadtverband St. Gallen, Fabian Rüegg. Bester Glarner wurde Mario Tschudi.




Daniel Bösch bestritt nach seiner Schleimbeutelverletzung seinen ersten Wettkampf seit dem Schwarzsee-Schwinget (23. Juni). Dabei begann er verhalten und stellte zu Beginn im Eidgenossen-Duell gegen Fabian Kindlimann. Obwohl Bösch mehr vom Gang hatte, konnte er den Zürcher Oberländer nicht bezwingen. Zwar gewann er in der Folge gegen die beiden Thurgauer Silvio Oettli und David Dumelin, doch weil er im Duell mit Oettli die Maximalnote verpasste, lag der Toggenburger zur Halbzeit mit 28,50 Punkten nur auf dem dritten Zwischenrang. Am Nachmittag siegte Bösch in den Duellen gegen Erich Dörig und Christian Bernold, womit er in den Schlussgang einzog.

Fabian Rüegg – die Tagesüberraschung

Dabei traf er auf den Überraschungsmann des Tages, Fabian Rüegg. Dieser hatte die ersten vier Duelle allesamt gewonnen. Mit Siegen über Reto Landolt, Eidgenosse Martin Hersche sowie den Schlussgangteilnehmer vom Zürcher Kantonalen, Christian Lanter, hatte er die Halbzeitführung inne. Im vierten Gang bodigte er auch den einheimischen Pirmin Gmür. Trotz eines Gestellten gegen Dominik Oertig blieb das Mitglied im Stadtverband nach fünf Gängen mit einem Viertelpunkt Vorsprung auf Bösch in Führung. In der Endausmarchung setzte sich Bösch zu Beginn der dritten Minute durch. Er zog mit Kreuzgriff an und vervollständigte mit Knietsch. «Mir fehlt noch ein wenig die Schwingfestpraxis, aber ich befinde mich auf dem richtigen Weg», sagte der Unspunnen-Sieger vom 2011 zu seinem Wettkampf. Seinem Gegner zollte er Respekt. «Fabian zeigte heute einen starken Wettkampf, darum musste ich auf der Hut sein. Fabian Rüegg trainiert jeden Dienstag bei uns im Mattschulhaus in Wil bei Trainingszusammenzügen, darum kennen wir uns sehr gut. Nun freue ich mich auf die Schwägalp sowie das Eidgenössische. In Zug beginnt wieder alles bei null», so der 31-jährige Toggenburger weiter.

Vierter Sieg

Der Toggenburger siegte auf der Wasserscheide zwischen der Linthebene und dem Toggenburg bereits 2010, 2015 und 2016. Es war somit sein insgesamt vierter Triumph auf dem Ricken. Bösch siegte mit 58,50 Punkten, 0,75 Zähler vor einem weiteren Eidgenossen, Fabian Kindlimann. Der unbequeme Oberländer stellte nebst Bösch noch mit Manuel Bollhalder. Alle übrigen Duelle gewann er, so auch zum Abschluss gegen Werner Schlegel. Fabian Rüegg fiel auf Rang drei zurück. Im gleichen Rang findet man auch den besten Einheimischen, Dominik Oertig. Der Uznacher blieb ebenfalls unbesiegt und stellte die Begegnungen mit Eidgenosse Martin Hersche sowie gegen Fabian Rüegg. Um einen Spitzenplatz bezwang er zuletzt Nicola Funk. Gleich hinter Oertig folgt sein Klubkamerad Daniel Elmer. Auch ihm glückten vier Siege, zuletzt gegen den jungen Glarner Mario Tschudi.

Comeback von Hersche

Während zwei der vier angetretenen Eidgenossen die Ränge 1 und 2 belegten, mussten Martin Hersche und Stefan Burkhalter mit hinteren Rängen vorliebnehmen. Hersche geriet mit einem Gestellten gegen Oertig und der Niederlage gegen Fabian Rüegg früh in Rücklage. Mit drei Siegen kletterte er noch auf Rang 8d. Der Appenzeller hatte sich im Winter das Schien- und Wadenbein gebrochen und verpasste dadurch fast die komplette Saison. Auf dem Ricken gab er wie Bösch das Comeback. Burkhalter folgt einen Rang dahinter, er stellte im Anschwingen beide Duelle und ebenfalls zum Schluss mit Roman Schnurrenberger. Er belegt den gleichen Rang wie sein Sohn Thomas, der ebenfalls im Rang 9 Unterschlupf fand.

Mit 55,50 Punkten wurde Mario Tschudi im Rang 11h bester Glarner. Der Ennendaner begann mit Siegen über Pascal Scherrer und Joel Steiner hervorragend, ehe er dem Schlussgangteilnehmer vom Klöntal, Damian Ott, unterlag. Auch gegen Kranzer Adrian Elmer verlor er nach der Mittagspause, ehe er Reto Jud wieder bezwang. Um einen Spitzenplatz verlor der Metallbauerlehrling gegen den einheimischen Daniel Elmer. Einen Rang hinter Tschudi folgt der für Zug selektionierte Reto Landolt. Mit zwei Niederlagen und einem Sieg verlief der Morgen für den Näfelser mässig. Am Nachmittag machte er aber mit zwei Siegen und einem Gestellten noch Terrain wett. Im Rang 14 h folgt Älpler Sämi Horner, Ennenda. Dem bärtigen Altenoren-Älpler glückten zwei Siege, einmal stellte er. Beni Rhyner, Ennenda, und Christian Pianta, Mollis, folgen im Rang 15. Rhyner bezwang zuletzt den körperlich überlegenen Andreas Ziegler. Pianta gewann, stellte und verlor zwei Begegnungen. Um einen ansehnlichen Rang stellte er zuletzt mit Martin Bischof. Christof Kirchmeier, Mollis, kam mit zwei Gewonnenen auf Rang 17. Im gleichen Rang findet sich auch Michael Laager, ebenfalls aus Mollis, der gleich drei Duelle stellte, wieder. Der dritte Molliser en Suite, Ruedi Tremp, kam auf Rang 26.