Beim Internationalen Juniorenwettkampf in Pforzheim mass sich der Schweizer Nachwuchs mit der Konkurrenz aus Frankreich, Italien und Deutschland. Mitunter war auch die Biltenerin Corinne Jöhl. Aus Schweizer Sicht war die Nordglarnerin mit dem Gewinn der Bronzemedaille die erfolgreichste Athletin.
In Paradedisziplin abgeliefert
Für einige Athleten war es der erste internationale Wettkampf – so auch für die Glarnerin. Und dass sie dieser Umstand nicht beunruhigte, zeigte sie bei ihrer Paradedisziplin mit dem Luftgewehr. Mit 103,1 Punkten gelang ihr ein guter Start. In der zweiten Passe zündete sie mit 106,0 Ringen ein regelrechtes Feuerwerk. 103,8, 104,4, 102,4 und 104,5 Punkte liess das junge Talent folgen. 624,2 Zähler reichten für den vierten Rang. Damit qualifizierte sie sich für den Final. Dass sie dort ihre Stärke ausleben kann, ist längst bekannt. Mit 227,9 Ringen musste sich die Schweizerin lediglich von den beiden Franzosen Gaspard Lesieur (248,8) und dem Sieger Keryann Berthonneau (250,4) bezwingen lassen. Beim Mixed-Wettkampf schoss sich Corinne Jöhl mit Livio Tscharner ebenfalls in den Final der besten vier. Dort war die Konkurrenz aus Frankreich und Italien für das Schweizer Duo aber zu stark. Ihnen blieb der vierte Rang.
Über 50 Meter noch durchschnittlich
Mit dem Kleinkalibergewehr schoss Corinne Jöhl am ersten Wettkampftag bei der Elimination mit 574 (190 kniend / 194 liegend / 190 stehend) Punkten einen ordentlichen Wettkampf und rutschte als 16. in das Hauptfeld. Bei der Qualifikation blieb sie dann mit 569 (193/194/182) Ringen hängen. Die Konkurrenz an der Spitze schoss 17 Punkte mehr. Am zweiten Wettkampftag bestätigte Jöhl die 574 Ringe, doch blieb sie dieses Mal wegen vier Punkten bereits in der Elimination auf der Strecke. Diese Wettkampfrunde gewann ihre Landsfrau Luena Romancuk mit sensationellen 590 Punkten. Im Final musste sich Romancuk dann mit Rang vier begnügen und so blieb es bei der einzigen Schweizer Medaille von Corinne Jöhl.




