Coronavirus: Bundesrat verbietet grosse Veranstaltungen – Kein Fasnachtsumzug und Sternmarsch in Glarus

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus stuft der Bundesrat die Situation in der Schweiz als «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz ein. Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen werden verboten. Der am Sonntag in Glarus geplante Fasnachtsumzug findet nicht statt.



Der Schutz der Bevölkerung hat für den Bundesrat oberste Priorität. Er reagiert auf die jüngste Entwicklung der Coronavirus-Epidemie und stuft die Situation in der Schweiz als «besondere Lage» gemäss Epidemiengesetz ein. Dies ermöglicht dem Bundesrat, in Absprache mit den Kantonen selber Massnahmen anzuordnen, die normalerweise in der Zuständigkeit der Kantone liegen. Der Bundesrat verbietet öffentliche und private Veranstaltungen in der Schweiz, an der sich gleichzeitig mehr als 1000 Personen aufhalten. Dieses Veranstaltungsverbot gilt ab sofort bis mindestens bis zum 15. März. Für den Vollzug und die Kontrolle sind die Kantone zuständig. Bei öffentlichen oder privaten Veranstaltungen, bei denen weniger als 1000 Personen teilnehmen, müssen die Veranstalter zusammen mit der zuständigen kantonalen Behörde eine Risikoabwägung vornehmen, ob sie die Veranstaltung durchführen können oder nicht.

Auswirkungen im Kanton Glarus

Die neue Lage hat auch Auswirkungen auf geplante Veranstaltungen im Kanton Glarus und betrifft insbesondere die Fasnacht. In Glarus können sowohl der für Samstag geplante Sternmarsch als auch der Fasnachtsumzug am Sonntag nicht stattfinden. Auch der Nachtumzug in Ennenda vom 28. Februar wurde abgesagt. Die Maskenbälle in Ennenda und Niederurnen können gemäss aktuellem Stand durchgeführt werden.

Veranstaltungen mit Personen unter 1000 Personen können so lange stattfinden, als im Kanton Glarus keine Menschen positiv auf das Coronavirus getestet werden. Die bisher untersuchten Verdachtsfälle im Kanton Glarus sind negativ. 

Die aktuelle Lage wird laufend überprüft. Die kantonalen Behörden werden jederzeit neue Vorkehrungen treffen, falls sich diese als notwendig erweisen. Der Kanton Glarus kommuniziert laufend mit Updates.