DAENY überstrahlte alle

In der Regel ist es unmöglich den Titel einer Miss im folgenden Jahr zu verteidigen. Dieses Kunststück gelang an der diesjährigen Glarner Braunviehschau der Kuh DAENY, die auch dieses Jahr im Wettbewerb um die Krone oben ausschwang. Trotz beinahe winterlichen Verhältnissen - es war kalt und regnete während dem ganzen Anlass - fanden auch heuer wieder viele Kühe und Rinder sowie eine grosse Zahl an Besuchern den Weg nach Glarus.



DAENY überstrahlte alle

Für einmal war der Zaunplatz, im Glarner Volksmund „der Landsgemeindeplatz“, ganz im Besitz einer grossen Zahl an Kühen und Rindern. Ein klares Zeichen, am vergangenen Samstag fand die alljährliche Braunviehschau statt. Schon früh am Morgen fuhren die ersten Traktoren mit ihrem Vieh im Anhänger vor, um die Tiere in die Kälte, den Regen und an den zugeordneten Platz zu führen. Es dauerte an diesem Morgen nicht sehr lange, und die Felle der Tiere glänzten vom vielen Regen, der unaufhörlich auf sie niederging. Einige Bauern legten ihren Kühen zum Schutz vor der Kälte eine wärmende Decke über den Körper. Dass trotz dem kalten, unfreundlichen Wetter wieder über 300 Tiere den Zaunplatz „bevölkerten“ ist Beweis genug, dass die Glarner Herbstviehschau bei den einheimischen Bauern nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert einnimmt.

Bewertung in 50 verschiedenen Abteilungen

Die Glarner Kantonale Herbstviehschau ist ausschliesslich dem Braunvieh vorbehalten. Kühe, Rinder und auch einige wenige Stiere stellten sich der fachkompetenten Jury zur unterschiedlichsten Bewertung vor. Oft für einen Laien nicht nachvollziehbar, warum nun bei den jüngeren „Alpkühen trocken“ CANADA aus dem Stall von Hansruedi Schneider, Elm, vor PANAMA, aus dem Stall von Rudolf Elmer-Schneider, Elm, gewonnen hat. Um hier nur ein Beispiel zu nennen. Es waren durchwegs schöne und gepflegte Tiere, die sich an diesem regnerischen Samstagmorgen den Juroren und den Besuchern präsentierten. Aber auch bei den übrigen Abteilungen nahm das fachkundige Publikum die Ausführungen der jeweiligen Bewertungskriterien der Jury zur Kenntnis. Die Siegertiere und deren stolzen Besitzer wurden bei der Auszeichnung stets mit Applaus bedacht. Mister Schweiz, André Reithebuch und eine charmante Begleiterin überreichten dem Sieger jeweils einen Blumenstrauss und das Tier erhielt entweder eine Schlaufe, eine buntfarbige Rosette oder sogar eine wunderschöne Kuhglocke.

Die „Einkuhschau“

Zum jeweiligen Höhepunkt der Braunviehschau zählt der Wettbewerb Mutter-Tochter Kuh und die Wahl zur „Miss Glaris“, der schönsten Kuh aus dem Glarnerland. Dieses Jahr überstrahlte eine Kuh tatsächlich alles. DAENY gewann zuerst bei den DL Kühen laktierend, dann wurde sie DL-Siegerin, zudem Siegerin bei den Schöneuter älter und im VZV Cup Abteilung 3. Damit nicht genug, zusammen mit ihrer Tochter PALMA gewann die „Dame“ auch den Wettbewerb Mutter-Tochter Kuh. Krönender Abschluss für die Besitzerin Daniela Sturzeneger und Besitzer Hans Menzi aus Filzbach, war aber die erfolgreiche Titelverteidigung als schönste Kuh im Glarnerland. Auch dieses Jahr wurde DAENY wieder zur „Miss Glaris“ gewählt. Ob mit der Tochter PALMA bereits eine mögliche Nachfolgerin zu erwarten ist, wird sich bestimmt in den kommenden Jahren zeigen.

Gute Stimmung im Festzelt

Um die Kälte draussen zu lassen, war das Festzelt für einmal auf allen Seiten geschlossen und eine Tür sorgte dafür, dass die Wärme drinnen blieb. Hier trafen sich die Besucher, darunter auch SVP-Ständerat This Jenny, und viele Bauern, die für kurze Zeit ihre Tiere alleine liessen, zu einem kurzen Gespräch. Vor allem aber um sich wieder ein wenig aufzuwärmen. Und an der Wärme und bei einem heissen Getränk fand man Gelegenheit über die Resultate, über Erfolge oder einfach über den gelungenen Anlass zu diskutieren. Alle waren sich aber einig, auch dieses Jahr haben die Organisatoren und Helfer dieser Braunviehschau, dies trotz den widrigen Umständen, eine tolle Veranstaltung mit Erfolg durchgeführt.

Kaum war die letzte Siegerehrung abgeschlossen, erschienen bereits die ersten Transportfahrzeuge, um die durchnässten Kühe in die Spezialanhänger zu verladen. Sicher waren die Tiere, die einige Stunden ausharren musste, glücklich wieder zurück in ihren eigenen, warmen Stall geführt zu werden. Einige Zeit später war der Zaunplatz leer, nur vereinzelte „Kuhfladen“ und durchnässtes Stroh am Boden waren, noch leicht riechend, Zeugen des bereits wieder vergangenen Anlasses.