Das Silvesterchlausen ist ein lebendiger und mystischer Brauch nach dem julianischen Kalender. Die gregorianische Kalenderreform des Papstes Gregor XIII, war für die protestantischen Ausserrhodern nicht geheuer. Sie blieben beim alten Kalender und feiern am alten Silvester den Jahresbeginn. Mit aufwändiger Handarbeit werden kunstvolle «Schö-Wüeschte» Gewänder produziert. Kunstvolle Hauben und Trachten können im Museum bewundert werden.
Ein sehr spezieller Brauch ist das «Bloch». Waldbesitzer belohnen ihre Mitarbeiter mit einem Baumstamm, der von Männern, Frauen, aber auch Kindern, auf einem Wagen mit viel Getöse in einem Umzug ins Dorf gezogen wird. Am Ende des Tages wird das «Bloch» versteigert und es wird ausgiebig gefeiert und getanzt.
Unzählige weitere Bräuche wurden uns erklärt. Das Eintauchen in die wundersame Welt der Appenzeller beeindruckte.
Auf der Rückreise wurden wir im Hotel Schwägalp bestens verpflegt. Es war ein toller Ausflug in die spezielle Welt der Appenzeller.





