Das Bewusstsein für Sicherheit schulen und auffrischen

Die Sicherheit auf dem Bau ist für den Arbeitgeber wie auch für den Arbeitnehmer ein sehr bedeutender Faktor. Um diese Sicherheit zu schulen führt die Bauunternehmung Trümpi AG, Mitlödi, in einem bestimmten Rhythmus einen sogenannten Safety Day mit der Belegschaft durch.




Auch dieses Jahr stand dieser «Tag der Sicherheit» wieder auf dem Terminkalender der Firma und wurde auf dem betriebseigenen Gelände in Mitlödi durchgeführt. Geschäftsführer Simon Trümpi begrüsste die rund 140 Mitarbeiter und betonte, dass die Sicherheit der Mitarbeiter auf den Baustellen für die Firma sehr wichtig sei. Für einen halben Tag ruhten die Arbeiten auf sämtlichen Baustellen der Firma.

Pflichten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

«Ein Unfall auf der Baustelle hat zur Folge, dass der Verunfallte für eine bestimmte Zeit ausfällt. Das kann zwischen zwei Tagen und vielen Monaten liegen.» Wie Trümpi in seiner Begrüssung betonte, seien es, wie die langjährige Erfahrung zeige, jeweils bis zu zwei Wochen. «Ein Unfall ist aber nicht nur für den Verunfallten, sondern auch für die Familie immer eine schwere Zeit. Um diese Unfälle möglichst zu vermeiden, führen wir heute diesen Safety Day durch.» Er betonte, dass der Arbeitgeber von Gesetzes wegen verpflichtet sei, Berufsunfälle zu verhüten und Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den gegebenen Verhältnissen angemessen seien. So der Wortlaut in einer Broschüre von der SUVA betreffend der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz. Aber auch der Arbeitnehmer hat Pflichten. Er ist zum Beispiel verpflichtet, die Weisungen des Arbeitgebers zu befolgen und ihn in Belangen der Arbeitssicherheit zu unterstützen und die Sicherheitvorschriften beachten, die persönlichen Schutzausrüstungen zu benützen, schreibt die SUVA in der gleichen Broschüre vor. «Sie sehen, Sicherheit auf der Baustelle ist eine für beide Seiten verpflichtende Aufgabe und um das zu schulen und wieder aufzufrischen sind Sie heute nach Mitlödi gekommen», erklärte Trümpi und nahm anschliessend die Einteilung der einzelnen Arbeitsgruppen vor.

Neun Posten, neun Themen zur Unfallverhütung

Organisiert und vorbereitet wurde dieser Tag der Sicherheit von Polier Rino Beretta in erfolgreicher Zusammenarbeit mit der SUVA. An insgesamt neun Posten wurden jeweils während 15 Minuten die verschiedenen Themen behandelt. Gespannt verfolgten die Mitarbeiter die Anweisungen von zwei Frauen des Samaritervereins über lebensrettende Sofortmassnahmen. An einer Puppe konnten die Teilnehmer zum Beispiel die Wiederbeatmung aktiv üben. An einem anderen Posten wurde erklärt, wie ein Brand in einer Baubaracke möglichst rasch bekämpft werden kann oder wie der Bau eines Gerüstes ausgeführt werden muss, um auch da für die Sicherheit des Arbeiters zu garantieren. Der jeweilige Wechsel von einem Posten zum andern verlief ruhig und an den jeweiligen Posten wurde sehr aufmerksam den Ausführungen gefolgt. Es wurden aber auch immer wieder sinnvolle Fragen gestellt, was klar zum Ausdruck brachte, dass die Sicherheit auf der Baustelle den Mitarbeitern ein sehr grosses Anliegen ist.

Die Firma Trümpi liess es sich nicht nehmen nach getaner «Arbeit», alle Beteiligten noch zu einem kleinen Imbiss und einem kalten Getränk einzuladen. Dabei bot sich den Teilnehmern die Gelegenheit, Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen. «Eigenverantwortung ist für uns ein zentrales Thema und an solchen Tagen können wir im Dialog mit den Mitarbeitern viel dazu beitragen», betonte Trümpi am Ende dieses «Tages der Sicherheit».

*Edi Huber ist Pressebeauftragter der Glarner Handelskammer