Das Festival zum Anfassen

Das 7. Stadt-Open-Air «GLKB Sound of Glarus» ist Geschichte. Eine Geschichte, an die sich alle gerne erinnern, die dabei waren – Künstlerinnen und Künstler mit ihren Crews, Besucherinnen und Besucher, Helferinnen und Helfer, Sponsoren und nicht zuletzt die Veranstalter, die sich bei allen für das gelungene Fest bedanken. Die Bilanz: Mehr Eintritte und besseres Wetter wie in früheren Jahren und – wie jedes Jahr – ein gemütliches Musikfest mit fetten Beats und viel Spass.



der heimliche Star am Glarner Stadt-Open-Air.
der heimliche Star am Glarner Stadt-Open-Air.

Noch nie hätte sie einen derart schönen Backstage Room gehabt, begrüsste Guano Apes-Sängerin Sandra Nasić die Fans an ihrem Konzert von Freitagabend. Kein Wunder: Die Glarner Regierung hat ihren Palast während des Stadt-Open-Airs den Künstlern übergeben und ihnen die Räumlichkeiten des ehrwürdigen Rathauses überlassen. Trotz Regen vermochten am Freitag nicht nur die Guano Apes die Festivalbesucher zu begeistern. Schon als Lokalmatador Bandit mit Band die GLKB-Bühne betrat, ging die Post ab – und der Regen weg, der später wieder kam. Das Glarner Publikum liess sich aber kaum vom Nass beeindrucken, auch weil es bei Regen dank des Pflasters auf dem Rathausplatz nicht zum Schlammfest kommt. Viel mehr beeindruckte die Show von The Baseballs, die Unterhaltung erster Klasse boten. Wer am Donnerstag dabei war, erlebte mit Ritschi und Bastian Baker zwei geborene Schweizer Entertainer. Für Ritschi war sein Konzert am Glarner Stadt-Open-Air gar das schönste seiner aktuellen Tour. Der Samstag schliesslich sprengte alle Erwartungen: Das Wetter – trocken und mit gut 20 Grad warm – spielte seine Rolle als Main Act perfekt. Die dänischen Newcomer Go Go Berlin, sichtlich beeindruckt von der Glarner Bergwelt, legten als Erste auf der GLKB-Bühne los. Nach ihnen war das Publikum heiss gelaufen für The Straits, die Nachfolgeband der legendären Dire Straits, die mit Songs wie Brothers in Arms oder Money for Nothing nicht nur Nostalgiker für sich gewannen. Eingängig eroberte zum Schluss US-Soulstar Aloe Blacc die Herzen und Ohren des Publikums. Vor, nach und zwischen den Konzerten auf der GLKB-Bühne strömte das Publikum jeweils zur glarnerSach-Bühne, zur «Schild»-Bar oder zu den weiteren Bars und der Foodmeile. Auf der glarnerSach-Bühne begeisterten die Black Barons, Royal Riot, Peppermint Tea Group, DJ Tom, No Limits, The Fucking Thinking Butthell Earshakers und Open Season Soundsystem. Für Stimmung in der «Schild»-Bar sorgten Meiri, DJ Freedo Asco und DJ Luca Saredi & Black’em.

Erwartungen mehr als erfüllt

Die Ausgabe 2014 des «GLKB Sound of Glarus» hat die Erwartungen übertroffen. Bereits der wetterfreundliche Donnerstagabend verzeichnete rund 3000 Besucherinnen und Besucher. Am nassen Freitag wurde diese Zahl mit 3500 Musikverrückten sogar noch getoppt. Der Samstag schliesslich schlug mit rund 4500 Festivalbegeisterten voll ein. «Das Wetter war perfekt, kein Regen und angenehme Temperaturen haben bestimmt einen wichtigen Teil zum perfekten Samstag beigetragen», freut sich Martin Huber von der bergklang gmbh. Und: «Auch am Kinderprogramm mit kostenlosem Zutritt und zeitgenössischem Konzept haben mit über 300 mehr Kinder denn je mitgemacht. Als frischgebackener Vater freut mich das besonders.» Mit diesen Kennzahlen gehört das Stadt-Open-Air «GLKB Sound of Glarus» zwar nicht zu den grössten, aber zu den gemütlichsten Festivals im Land, an dem sich Künstler und Publikum so nah sein können wie sonst selten.

Ein Fest für alle von allen

Wie seine sechs Vorgänger ging auch das 7. Stadt-Open-Air «GLKB Sound of Glarus» ohne grössere Zwischenfälle über die Bühne. «Zum Glück handelte es sich auch dieses Jahr nur um kleinere Zwischenfälle. Das Stadt-Open-Air zeichnet sich durch seine besonders gemütliche und unkomplizierte Atmosphäre aus. Man merkt, dass die Leute sich richtig auf das Musikfest freuen», so Huber. Mitstreiter Jonny Tinner doppelt nach: «Es ist wirklich ein Fest für alle und von allen. Dazu gehört sowohl der richtige Mix im musikalischen Bereich als auch die richtige Mischung im Publikum. Diese Gratwanderung ist uns dieses Jahr besonders gut gelungen.» Auch das Abfallkonzept hat am «GLKB Sound of Glarus» Hand und Fuss. Getränke oder Essensverpackungen durften nicht aus dem Gelände genommen werden, was die Belastung der angrenzenden Quartiere verhinderte. «Wir sind uns bewusst, dass wir im und um das Festivalgelände während der letzten Tage für vielerlei Emissionen gesorgt haben, die vor allem von Anwohnerinnen und Anwohnern höchste Toleranz erfordern. Ohne das Einverständnis der Nachbarn wäre unser Festival nicht möglich. Ihnen danken wir deshalb besonders sowohl als Veranstalter als auch im Namen der Besucherinnen und Besucher», bedanken sich Martin Huber, Jonny Tinner und Marco Scherrer.