Das Glarnerland ist bekannt für seine armeefreundliche Bevölkerung

Zurzeit absolviert das Schaffhauser Infanteriebataillon 61 seinen WK im Glarnerland. Die Kader sind bereits vor 14 Tagen in den Vorkurs eingerückt, seit letzte Woche das gesamte Bataillon. Für gute Kontakte zu Behörden und Administrationen sorgte der Kommandant Oberstlt i Gst Daniel Bänziger höchstpersönlich, indem er verschiedene Entscheidungsträger ins Zeughaus in Glarus zu einem Behördenapéro eingeladen hatte.




Für einmal war es umgekehrt! Nicht die Glarner Offiziersgesellschaft lud zu einem Treffen der im Glarnerland stationierten Truppen ein, sondern der Kommandant des Schaffhauser Infanteriebataillons 61, Oberstlt i Gst Daniel Bänziger höchstpersönlich. Damit bekundete Oberstlt Bänziger seine Dankbarkeit und Verbundenheit zum Glarnerland. Er zeigte sich bei seiner Begrüssung begeistert von der Gastfreundschaft der Glarner Bevölkerung, die sprichwörtlich und einmalig sei. Das Inf Bat 61 weilt übrigens nicht zum ersten Mal im Kanton Glarus. Kader und Korps kennen Land und Leute somit bestens. Das Bataillon verteilt sich auf die Dörfer Niederurnen (Unterstützungskompanie), Glarus (Stabskompanie) und zwei Kompanien in Matt. Als Schiessplätze dienen die Waffenplätze Wichlen und Walenberg. Zusätzlich besteht für die Truppe die Möglichkeit, in abbruchreifen Häusern zu trainieren.

Hart in der Sache, aber menschlich im Umgang

Das Inf Bat 61 hat bereits die erste WK-Woche hinter sich. Die nächsten zwei Wochen beinhalten Übungen im «Choloch» auf dem Ricken (Infanterie-Kompanie) und die Stabskompanie im Kanton Glarus. Das Ziel von Oberstlt i Gst Daniel Bänziger lautet für den diesjährigen WK: einen abwechslungsreichen, aber strengen und realistischen WK. Das heisst hart trainieren auf höchster Eskalationsstufe, sprich Verteidigung. Zitat von Oberstlt Bänziger: «Hart in der Sache, aber menschlich im Umgang!»

Das Schaffhauser Inf Bat 61

Das Infanteriebataillon 61 ist eines von zwei Infanteriebataillonen der Schweizer Armee, welche seit 2018 eine Unterstützungsfunktion innerhalb der Territorialdivision 4 ausüben. Der motorisierte Ostschweizer Verband mit rund 1000 Angehörigen der Armee war früher auf Raumsicherung, danach für Aufgaben wie Sperren, Halten und Angreifen innerhalb des Operationstyps Verteidigung eingesetzt. «Götti-Kanton» des Infanteriebataillons 61 ist der Kanton Schaffhausen.