Das Glarnerland sagt drei Mal Nein

Bei einer hohen Stimmbeteiligung von 46.8 Prozent lehnt das Glarnerland alle drei Vorlagen bei den eidgenössischen Abstimmungen ab. Am knappsten die Erhöhung der Autobahnvignette mit nur knapp 500 Stimmen unterschied.



Das Glarnerland sagt drei Mal Nein

Das Glarner Stimmvolk lehnte an diesem Wochenende alle drei Vorlagen bei den eidgenössischen Abstimmungen ab. Laut neuesten Hochrechnungen folgt der Kanton Glarus dabei dem schweizweiten Trend. Am knappsten mit rund 52% wurde die Erhöhung der Autobahnvignette abgelehnt. Was das Nein für die an die Erhöhung gekoppelten Umfahrungen Näfels und Netstal bedeutet, wird sich wohl noch zeigen. Die Chancen für den Start im kommenden Jahr haben sich mit dem Nein aber kaum verbessert. Schon sehr deutlich wurde mit rund 58 Prozent die Familieninitiative abgelehnt. Erwartungsgemäss den schwersten Stand im Kanton Glarus hatte die 1:12-Initiative, diese wurde mit rund 66 Prozent abgelehnt. Die Stimmbeteiligung war mit 46.8 Prozent sehr hoch. Im Vergleich der drei Gemeinden gibt es keine nennenswerten Abweichungen.

Nein zur Vignette


Martin Landolt: “Ich bin sehr enttäuscht über das heutige „NEIN zur Vignette“. Das NEIN verhindert den Netzbeschluss und somit wichtige Infrastrukturprojekte. Ein gut ausgebautes Strassennetz gehört aber zu den Lebensadern unserer Wirtschaft. Ein „JA“ hätte Entlastungen dank Umfahrungen und Entwicklungschancen dank Erschliessungen geboten. Verlierer sind einmal mehr die Randregionen, aber auch die KMU und der Tourismus.”