Das grosse Kulturfest im Volksgarten

Mit dem Auftritt der Glarner Band Rämlers ging am Samstagabend die Sommerbühne 2009 zu Ende. Die vierte Durchführung des von GlarusService initiierten Anlasses konnte trotz wechselhaftem Wetter einen neuen Besucherrekord verbuchen.



Rockiger Abschluss: Der Auftritt der Rämlers beschliesst die Sommerbühne 2009. (Bild: jhuber)
Rockiger Abschluss: Der Auftritt der Rämlers beschliesst die Sommerbühne 2009. (Bild: jhuber)

Die letzten Akkorde halten durch den nächtlichen Glarner Himmel, der letzte Applaus verhallte langsam. Nach dem Auftritt der „Rämlers“ am Samstagabend war die vierte Durchführung der Sommerbühne auch schon wieder Geschichte. Eine Sommerbühne, die während einer ganzen Woche jeden Abend bis zu dreihundert Einheimische aber auch viele Touristen anlockte. Und das obwohl das Wetter es mit dem Organisator GlarusService nicht immer gut meinte. Aber auch kühlere Temperaturen oder auch Regen konnte die Zuschauer nicht vom Kommen abhalten. Die diesjährige Durchführung hat eindrücklich bewiesen, dass ein grosses Bedürfnis für einen solchen Anlass besteht und das Konzept grossen Gefallen findet.

Das Glarnerland im Film

Ein fester Bestandteil der Sommerbühne sind vor allem unter der Woche Filmvorführungen. Und zwar wird darauf geachtet, dass die Filme jeweils einen Bezug zum Glarnerland haben. Am eindrücklichsten gelang dies am Mittwoch, als Kurzfilme des Fotografen Hans Schönwetter gezeigt wurden. Die manchmal nur wenige Minuten langen Filme, zeigten Episoden von den 30er bis 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. So etwa die militärische Überquerung des Panixerpasses während der Mobilmachung im 2. Weltkrieg die Besichtigung des Kerenzerbergtunnels in den 50er Jahren. Sehr eindrücklich waren vor allem die Filme zu den Landesausstellungen 1939 in Zürich und 1964 in Lausanne. Die Aufnahmen von Schönwetter sind auch ein Zeitzeugniss für die Glarner Geschichte.

Auch Glarner Geschichte kam in zwei weiteren Filmen vor. „Jack V. Koby“ schilderte exemplarisch anhand von Fritz Blumer, welcher 1916 nach Amerika ging, das Leben von Glarnern, welche ihre Heimat verliessen und vor allem in den Vereinigten Staaten ein neues Leben anfingen. Um die Glarner Hauptüberschiebung ging es im französischen Film „Comment Albert vit bouger les montagnes“. Die Doku-Fiktion handelte von den beiden Geologen Albert Heim und Marcel Bertrand, die beide anhand der Glarner Berge die Gebirgsentstehung erklären wollten.

Das Glarnerland in der Musik

Neben den Filmen ist die Musik ein fester Bestandteil der Sommerbühne. Und so war der Volksgarten auch in diesem Jahr Konzertsaal für zahlreiche einheimische Musiker. Unter der Woche herrschte mit dem Alphornduo Mürtschen, Den Männerchören Glarus und Ennenda, der „Huusmusig“, der Blaskapelle Glarnerland und dem Akkordeo-Orchester vor allem volkmusikalische Klänge vor, während der Freitag mit der Little Big Band und den Happy Lakers ganz dem Jazz verschrieben war. Richtig laut und rockig gestaltete sich der Abschluss der Sommerbühne am Samstag mit der Hardrock-Band „The Garlics“ und den „Rämlers“. Der Erfolg und die Freude des buntdruchmischten Publikums lässt bereits Vorfreude auf die 5. Sommerbühne 2010 aufkommen.