Martin Zimmermann von der Glarner Konzert- und Theatergesellschaft nannte es ein Privileg, in einem so intimen Rahmen ein derart grossartiges Ensemble hören zu können. Und wirklich, es sollte ein besonderer Abend werden.
Franz Schuberts Quartettsatz
Schubert komponierte ihn im Dezember 1820. Er ist der erste Satz eines 12. Streichquartetts, das er allerdings nie beendete. Er eröffnet die Serie der grossen Streichquartette 13 bis 15. Seit beinahe vier Jahren hatte er keine Streichquartette mehr geschrieben. Er gehört in eine Zeit, als Schuberts Leben Wirren ausgesetzt und er auf der Suche war.
Schostakowitschs Streichquartett Nr. 14
Sein vorletztes Streichquartett entstand 1973. Es überzeugt durch seine klare Struktur und den relativ sparsamen Einsatz der Mittel des Streichquartetts. Das Motiv der Bratsche ermöglicht durch seine Variierbarkeit viele Stimmungswechsel. Im Adagio findet sich ein langer Gesang der ersten Violine, im weiteren Verlauf wechseln solche „Gesänge“ mit dichteren Klangstrukturen ab. Das Allegretto erhält durch die schnelle Dreierfigur sein Tempo. Der Schlusssatz wird mit Dämpfer gespielt.
Mozarts Streichquartett Nr. 23
Am 12. Juni 1790, kurz nach Vollendung dieses Quartetts, schrieb Mozart an Puchberg: „Nun bin ich gezwungen, meine Quartette um ein Spottgeld herzugeben, nur, um in meinen Umständen Geld in die Hände zu bekommen.“ Das Werk gipfelt nach einem durch seine ungeraden Taktperioden interessanten Menuett in einem Finale, das wie eine Huldigung an Haydn wirkt. Es gab eine Zugabe, viel Applaus und für die Musikerinnen und Musiker Geschenke aus der Hand von Martin Zimmermann.
Christian Hösli wird neuer Abteilungsleiter Wald



