Die Einwohnerzahl in der Schweiz hat in diesem Jahr die Neun-Millionen-Grenze überschritten. «Mehr Menschen brauchen mehr Infrastruktur, so auch mehr Strassen», betonte Nationalrat Markus Schnyder am Veteranenanlass der TCS Sektion Glarus am letzten Montag im Hotel Post-Glarnerhof. Dieser Situation trage auch die STEP-Vorlage bei den kommenden eidgenössischen Abstimmungen Rechnung. Hier gehe es bei sechs Projekten um den Ausbau des Nationalstrassennetzes. «Dabei geht es nicht um neue Strassen, sondern um die Erhöhung der Kapazität.» Dies sorge nicht nur für weniger Stau, sondern gerade in den nahen Gemeinden um weniger Verkehr im Dorfkern, was dort natürlich auch der Sicherheit für Fahrradfahrer und Fussgänger sorgt. Und auch wenn die Projekte nicht gerade im Umfeld des Kantons Glarus realisiert werden sollten, dürfte die Abstimmung weitreichendere Folgen haben. «Hier kann das Stimmvolk dem Bund zeigen, was sie in Zukunft unbedingt erwarten.» So dürfte ein Nein gegen diese Projekte als allgemeines Nein für Nationalstrassen-Projekte gedeutet werden. «Und hier sind ja auch im Glarnerland Projekte angedacht.» Für Schnyder gehe es auch nicht darum, die Strasse gegenüber der Schiene zu bevorzugen, sondern es gehe um das optimale Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Transportmitteln. Der Ausbau des Nationalstrassennetzes verbessere so eben auch die Situation bei der Bahn. Zudem sind die Mittel zum Beispiel über die Mineralölsteuer zweckgebunden für die Strasse eingeplant. Auch der TCS unterstützt das Ja zur STEP-Vorlage, betonte der Präsident der Sektion Glarus Edy Koller, zu Beginn des Anlasses. Auch wenn der Club wegen der Pannenhilfe stark mit dem Automobil in Verbindung gebracht wird, setze er sich für alle Verkehrsmittel und für die optimale Mobilität ein. «Und da gehören gute Strassen an den richtigen Orten ganz sicher dazu.»







