Rasenden Pulsschlag, heisser, keuchender Atem, schmerzende Beine. Thomas Stucki aus Schwanden gelang dies vor Altmeister Sepp Fischli, Näfels, am besten.
Wer mitmacht gewinnt
Das Obersee-Rennen wäre eigentlich der Inbegriff eines Bergrennens und hat eine lange Tradition. Bereits in den 30-er Jahren des vorherigen Jahrhunderts fanden die ersten Rennen ins Oberseetal statt. Mit seinen rund 6.5 Kilometer nicht sehr lang, dafür mit seiner Streckencharakteristik umso härter: je länger das Rennen, desto höher die Steigungsprozente, um auf den letzten ca. 750 Metern mit 17% das Maximum zu erreichen und den bereits brennenden Muskeln und rasendem Atem nochmals das Letzte abzuverlangen. Lediglich in der „Ebnet“ – einem ca. 700 Meter langen Flachstück bei Halbzeit des Rennens wird den Athletinnnen und Athleten eine kleine Erholung, aber keine Verschnaufpause gegönnt. Diese Anstrengungen wurden denn auch am Rangverlesen im Restaurant Aeschen mit Naturalpreisen für alle TeilnehmerInnen des Patronatgebers EW Näfels und von Bike-Keller Schwanden gewürdigt.
Thomas Stucki Tagessieger
In Abwesenheit des früheren Seriensiegers David Senn, er gewann insgesamt elfmal, war das Rennen offen. Favorisiert durfte wegen seiner jugendlichen „Frische“ der Schwandner Thomas Stucki werden – aber auch die Altmeister Sepp Fischli und Bruno Elmer, Niederurnen, sind nie zu unterschätzten. Stucki gewann denn auch mit 23 Minuten und 26 Sekunden und mit 14 Sekunden Vorsprung vor Fischli und genau einer Minute vor Elmer. Die Schallmauer von 30 Minuten verfehlte der Methusalem des Glarner Radsportes, Balz Zweifel, Niederurnen (Jhg 1945!) um lediglich 96 Sekunden. Sehr schnell auf dem Bike unterwegs war Hansruedi Schiesser aus Näfels. Er gewann die Bikekategorie in 29 Minuten und 22 Sekunden. Die einzige Dame am Start – Nadia Büsser aus Amden – benötigte für die Strecke bis zum Restaurant Aeschen 25 Minuten und 23 Sekunden.




