Das richtige Reisegeld im Gepäck

Wer auf Reisen geht, sollte nebst Pass, Voucher und Ti-ckets das richtige Ferienreisegeld mit im Gepäck haben. Welche Zahlungsmittel sind nun richtig und ratsam: Bargeld, Maestro-, Kreditkarte oder Reisechecks?



Rosetta Mongiovi
Rosetta Mongiovi

Erstaunlicherweise nehmen noch immer viele Schweizerinnen und Schweizer am liebsten Bargeld in der Landeswährung oder in Schweizer Franken mit ins Ausland. Und das ist nicht wenig: Über 10 Milliarden Franken wandern jährlich ins Ausland, ein Drittel davon in bar. Die Reisenden vergessen dabei, dass vor Ort „exotische“ Währungen oft preiswerter sind und dass in zahlreichen Ländern die Einfuhr von Devisen beschränkt oder grundsätzlich verboten (Tunesien, Marokko, Vietnam, Sri Lanka etc.) ist. Mit Bargeld kann man sich überdies grossen Ärger einhandeln: Dann, wenn es bei Diebstahl oder Verlust nicht zurückerstattet wird. Verdruss kann es auch geben, wenn man sich bei der Kalkulation der Ferienausgaben verrechnet hat und plötzlich mittellos da steht.

Bargeld: So wenig wie nötig

Es gibt bessere Lösungen. Es empfiehlt sich, nur we Wenig Bargeldnig Bargeld mit auf die Reise zu nehmen. Am besten ist ein kleiner Betrag zwischen 200 bis 300 Franken, wenn möglich gleich in der Landeswährung der Feriendestination und in kleinen Notenstückelungen zur Bezahlung kleinerer Beträge (Taxi, Trinkgeld, Getränke etc.).

PrePaid MasterCard: Sie bestimmen selbst Ihre Limite

Mit der PrePaid MasterCard lässt sich der Bargeldbetrag mittels Einzahlungsschein (ESR) in der jeweiligen Währung oder Online-Banking bequem aufladen. Die Kartenlimite entspricht dem Kartensaldo, dem einbezahlten Betrag. Der Kartensaldo reduziert sich entsprechend dem Einsatz der Karte und erhöht sich wieder aufgrund von allfälligen nachfolgenden Einzahlungen. Somit kann eine PrePaid MasterCard mit Unterschrift eines gesetzlichen Vertreters bereits an Jugendliche ab 14 Jahren abgegeben werden.

Reisechecks: Nach wie vor das sicherste Zahlungsmittel

Nehmen Sie auf längere Reisen ausserhalb Europas nebst der Maestro- und Kreditkarte auch Travelers Cheques, die es in verschiedenen Währungen gibt (CHF, USD, CAD, AUD, GBP, ZAR, EUR, JPY und USD), mit auf die Reise! Sie haben zwar gegenüber der Kreditkarte an Bedeutung verloren, sind aber in punkto Sicherheit noch immer unübertroffen. Vor allem in wenig erschlossenen Ländern in Mittel- und Südamerika oder in Teilen Asiens sind sie oftmals das einzig mögliche Zahlungsmittel nebst Bargeld. Sie sind auch unbeschränkt gültig und werden im Verlustfall weltweit und kostenlos – in der Regel innert 24 Stunden – ersetzt. Travelers Cheques in Schweizer Franken sind für Reisen in Nord- und Südafrika, Thailand, Malaysia und Kuba die richtige Wahl; für die restliche Welt werden Travelers Chequessie in US-Dollars oder anderen Währungen ausgestellt empfohlen.

Maestro allein reicht nicht aus

Der restliche Bargeldbedarf während den Ferien kann mit der Maestro-Karte einfach und bequem abgedeckt werden. Denn mit dieser Karte kann an jedem der derzeit über 1 Million Bancomaten auf der ganzen Welt Bargeld bezogen werden. Wichtig zu wissen ist, dass Maestro-Karten bei Verlust im Ausland in der Regel nicht ersetzt werden; nur bei längeren Aufenthalten an einer bestimmten Reisedestination gibt’s Ersatz.nicht ersetzt werden. Man sollte deshalb nicht nur auf sie vertrauen.

Kreditkarte: überall willkommen und sicher unterwegs

Im Ausland wird eine verlorene Kreditkarte hingegen innert 48 Stunden ersetzt. Für grössere Beträge, insbesondere für die Bezahlung von Mietfahrzeugen (ohne Hinterlegung einer Bargeldkaution), Hotel-/Restaurantrechnungen und grössere Einkäufe ist die Kreditkarte ideal. Mit 31 Millionen Akzeptanzstellen verfügen Master Card und Visa Card über das dichteste Netz weltweit. Je nach Art der Kreditkarten bieten diese noch weitere nützliche Dienstleistungen: Reiseunfall-Versicherung, 24-Stunden-Assistance, vielfältige Prämienprogramme. Zur Beschaffung von Bargeld eignen sich Kreditkarten allerdings wegen der hohen Spesen nicht sonderlich. Bei Bargeldbezügen werden zwischen 2,5% und 4% des Gesamtbetrags, mindestens aber 10 Franken, fällig. Beim Einsatz einer Maestro-ec-Maestro-Karte werden dem Besitzer im Ausland pro Bargeldbezug 4.50 Franken belastet,belastet. Bitte mit den Folgen noch ergänzen! Wenn Geld auf Reisen geht, setzen Sie also nicht alles auf eine Karte. Und wenn Ihnen die Maestro- oder Kreditkarte abhanden kommt, melden Sie den Verlust unverzüglich, auch der lokalen Polizei. Die Karten müssen aus Haftungsgründen so schnell wie möglich gesperrt werden.

Nebst den vielen Vorzügen der Maestro- und Kreditkarte auf Reisen bringen die Raiffeisen-Karten noch einen weiteren Mehrwert: Sie gelten als Museumspassen und verschaffen Ihnen zusammen mit bis zu 5 Kindern Gratis-Eintritt in über 400 der wichtigsten und schönsten Schweizer Museen.

Erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Abreise über die ideale Zusammensetzung des Reisegelds. Die Kundenberater der Raiffeisenbank Glarnerland freuen sich auf Ihren Besuch.[1]