Gemeinsam mit dem Verein Glarner Gemeinnützige wurde seit 2024 intensiv nach Möglichkeiten gesucht, das Therapiebad in geeigneter Form weiterzuführen. Trotz verschiedener Gespräche und Verhandlungen mit mehreren potenziellen Betreibern, liess sich schlussendlich keine wirtschaftlich tragfähige Lösung realisieren. Ausschlaggebend dafür sind die hohen Fixkosten für Technik, Hygiene, Energie und Aufsicht sowie anstehende Investitionskosten für die in die Jahre gekommenen Infrastruktur und eine insgesamt zu geringe Auslastung.
«Es war uns wichtig, vor einer definitiven Schliessung des Therapiebades gemeinsam mit dem Verein Gemeinnützige Glarus sämtliche Möglichkeiten sorgfältig zu prüfen und auszuschöpfen. Wir mussten aber nach intensiven und letztlich gescheiterten Verhandlungen mit einem Interessenten erkennen, dass unter den gegebenen Rahmenbedingungen ein Weiterbetrieb des Therapiebades wirtschaftlich für unser Spital nicht mehr tragbar ist» bedauert PD Dr. Thomas Brack, Chefarzt der Medizinischen Klinik und Departementsleiter Medizin.
Hansjörg Dürst, Präsident Glarner Gemeinnützige, ergänzt: «Wir bedauern die Schliessung des Therapiebades sehr. Wir haben die Abklärungen eng begleitet und können den Entscheid des Interessenten nachvollziehen, welcher das Risiko für den Weiterbetrieb und Unterhalt des Therapiebades für die nächsten drei Jahre auch unter Einbezug des Trainingscenters SanaTrain nicht übernehmen konnte. Wir haben jetzt auch Verständnis für den Entscheid des Kantonsspitals, unter diesen Voraussetzungen das Therapiebad zu schliessen.» Therapiebäder waren früher aufgrund längerer stationärer Spitalaufenthalte wichtige Pfeiler der Therapie muskuloskelettaler Krankheiten. Heute finden Therapien häufiger ambulant statt; für die meisten Indikationen stehen wirksame und kostengünstigere Alternativen (Physiotherapie/MTT) zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund haben die meisten Schweizer Spitäler ihre Therapiebäder bereits geschlossen oder umgenutzt.
Kantonsspital Glarus
Das Kantonsspital Glarus bietet als Drehscheibe der Gesundheitsversorgung seit mehr als 130 Jahren medizinische Kompetenz für die Bevölkerung des Kantons Glarus und der angrenzenden Regionen. Es zeichnet sich durch ausgewiesene Fachpersonen, ein aussergewöhnlich breites medizinisches Angebot sowie modernste Technologie und Infrastruktur aus. 700 Mitarbeitende aus 20 Berufen setzen sich tagtäglich rund um die Uhr für das Wohl der Patientinnen und Patienten ein.
Verein Glarner Gemeinnützige
Der Verein Glarner Gemeinnützige ist 2011 hervorgegangen aus der Evangelischen Hilfsgesellschaft des Kantons Glarus sowie der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Glarus und verfolgt gemeinnützige Zwecke, vornehmlich für Kinder und Jugendliche im Kanton Glarus. Zu diesem Zweck führt er das Heilpädagogische Zentrum HPZ in Oberurnen und die Schule an der Linth in Ziegelbrücke.




