Déjà-vus mit den Helden der Kindheit

Aufgeschreckt wegen einem grossem Getöse und viel Lärm fragten sich viele Netschteler am späteren Samstagnachmittag, ob ihr Hausberg Wiggis nun endgültig in sich zusammenfällt. In der Tat hat es im Lauidorf gewaltig «rumort, klepft und tätscht», und der Wiggis wurde in seinen Grundfesten arg durchgeschüttelt.




Schnell hat sich dann entpuppt, dass der Grund diesmal nicht abstürzende Felsbrocken waren, sondern äusserst schräge, kakophone Klänge von Guggen, lauter Musiksound aus überdimensionalen Lautsprechern und dazu der Lärm der Maschger und Mäschgerli, die sich der damalige Zeit entsprechend in die Helden ihrer Jugendzeit verkleideten. «Helden meiner Träume» lautete nämlich auch das diesjährige Motto der Netschteler Fasnacht. Und es waren nicht wenige dieser Helden, die sich entlang der Strassen und Gassen in Netstal ein fröhliches Stelldichein gaben. Und wie jedes Jahr war der der Dämmerungsumzug mit all den lautstarken Guggen, den spektakulären Sujetwagen und all den vielen Teilnehmern in ihren pittoresken Kostümen das absolute Highlight der diesjährigen Netschteler Fasnacht. Der weit über die Kantonsgrenze hinaus bekannte Dämmerungsumzug wurde dank all den vielen Zuschauern, welcher trotz eisiger Kälte die Strassen und Gassen entlang der traditionellen Route umsäumten, auch in diesem Jahr zu einem absoluten Publikumserfolg. Und das Erfreuliche an der Sache: Es werden von Jahr zu Jahr immer mehr! Abschliessend konnten sich die kleinen Jecken in der Halle der Mehrzweckhalle so richtig austoben. Für ausgelassene Stimmung sorgte ein Clown und Zauberer zugleich. Der Maskenball in der superdekorierten Mehrzweckhalle am Abend mit Superlivemusik war der krönende Abschluss einer in jeder Beziehung gelungenen Netschteler Fasnacht. Verantwortlich für das fasnächtliche Spektakel am Fusse des Wiggis war wie schon so oft der unverwüstliche, funkenstiebende Dani, Netstals Fasnachtsurgestein schlechthin. An dieser Stelle einmal ein grosses Dankeschön an den Dani und seinem sackstarken Team. Ohne sie wäre die Netstaler Fasnacht wahrscheinlich schon längst zu Grabe getragen.