Delegiertenversammlung der IG Tektonikarena Sardona erstmals elektronisch durchgeführt

Aufgrund der Corona-Krise fand die Delegiertenversammlung der IG UNESCO-Welterbe Tektonik arena Sardona in diesem Jahr erstmals elektronisch statt. Die technischen Herausforderungen konnten dabei gut gemeistert werden.



Die Delegierten der elf Welterbegemeinden haben allen Geschäften einstimmig zugestimmt und dabei auch den Startschuss für eine Überführung der Welterbe-Trägerschaft in eine neue Rechtsform gegeben. Vermisst wurde bei der Delegiertenversammlung naturgemäss der persönliche Kontakt. 

Viel Verständnis für spezielle Situation 

Aufgrund der Vorgaben des Bundes zur Bewältigung der Corona-Krise hat der Ausschuss der IG Tektonikarena Sardona auf dem Zirkulationsweg beschlossen, die für den 30. März 2020 geplante Delegiertenversammlung elektronisch durchzuführen. Eine zeitliche Verschiebung der Versammlung erschien dem Ausschuss nicht sinnvoll, weil unklar war, wie lange die aussergewöhnliche Situation rund um das Corona-Virus anhalten würde. Zudem war der Ausschuss der Ansicht, keine speziell umstrittenen Geschäfte traktandiert zu haben. Diese Einschätzung teilten die Delegierten und stimmten allen Geschäften einstimmig zu. 

Rechnung 2019 schliesst leicht im Plus 

Der Jahresrückblick auf 2019 zeigte mittels einer reich illustrierten elektronischen Präsentation die Welterbe-Highlights des letzten Jahres. Eine wiederum grosse Präsenz an Messen und Aktionstagen, Inszenierungen, ein umfangreiches GeoGuide-Programm, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, Angebote für Schulen und die Pflege der zahlreichen Kooperationen sorgten für eine verstärkte Identifikation bei der Bevölkerung und diversen Interessengruppen. Speziell wichtig für die Zukunft war die Verhandlung des Leistungsauftrages 2020-24 mit Bund und Kantonen sowie die Sicherung der Finanzierung für die kommenden Jahre. Mit einem zusätzlich akquirierten Bundesbei-trag in der Höhe von Fr. 360'000.-- können dieses Jahr weitere Projekte realisiert werden. Die Jahresrechnung schliesst bei einem Aufwand von 1,156 Mio. Franken mit einem kleinen Überschuss von 10 815 Franken ab, obwohl ein Verlust von 56 000 Franken budgetiert war. 

Organisatorische Weiterentwicklung der Welterbe-Trägerschaft 

Der Ausblick auf die kommenden Jahre zeigt, dass der Optimierung der Organisation und des Welterbe-Managements künftig grosse Bedeutung zugemessen wird. Die Delegierten stimmten für Eintreten zur Überführung der IG in eine neue Rechtsform. Dieser Beschluss bewirkt jedoch noch keine tatsächliche Änderung der Rechtsform, sondern setzt lediglich die Vorbereitungsarbeiten dazu in Gang. Der abschliessende Entscheid über eine Anpassung der Rechtsform bleibt den Trägerschaftsgemeinden vorbehalten. 

Dr. Ariel Bergamini, WSL neu im wissenschaftlichen Beirat 

Für die zurücktretende Dr. Sonja Wipf wählten die Delegierten neu Dr. Ariel Bergamini in den wissenschaftlichen Beirat. Bergamini ist Gruppenleiter Biodiversität, Naturschutzbiologie und Lebensraumdynamik an der eidg. Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf.