Den Ständeratskandidaten ein erstes Mal auf den Zahn gefühlt

Am letzten Donnerstag präsentierten sich die Ständeratskandidaten Thomas Hefti und Martin Landolt beim Podium der Staatsbürgerlichen Gesellschaft im Landratssaal einem politinteressierten Publikum.



Moderator Fridolin Hauser (Mitte) fühlte den Kandidaten Thomas Hefti (links) und Martin Landolt (rechts) auf den Zahn. (Bild: jhuber)
Moderator Fridolin Hauser (Mitte) fühlte den Kandidaten Thomas Hefti (links) und Martin Landolt (rechts) auf den Zahn. (Bild: jhuber)

Dem Grund der Ständeratswahl vom 12. Januar 2014 – dem überraschenden Tod von Pankraz Freitag – gebührend, begann der Moderator des Podiumsgesprächs Fridolin Hauser den Anlass mit einer Schweigeminute. Dann war es aber fertig mit Ruhe, die beiden Kandidaten Thomas Hefti (FDP) und Martin Landolt (BDP) gaben Auskunft, was sie zu diesem Amt bewegt und was sie dafür für ein Rüstzeug mitbringen. Der Anwalt mit Doktortitel, Thomas Hefti, ist bereits seit über 15 Jahren an der Spitze der kommunalen Exekutive. Zuerst als Gemeindepräsident von Schwanden und gleich anschliessend in der neuen Gemeinde Glarus Süd. Schon rasch nach dem Hinschied von Freitag sei er von vielen Seiten auf eine Kandidatur angesprochen worden. «Ich habe mir aber sehr viel Zeit für eine Entscheidung genommen.» Konsequent geht er nun aber den Weg in die «Kleine Kammer». So verzichtet er bereits jetzt auf eine Wiederwahl zum Gemeindepräsident, damit er sich voll auf die neue Aufgabe konzentrieren könne. «Auf die Herausforderung in Bern freue ich mich schon sehr.» Zahlreiche Erfahrungen im Bundeshaus kann Martin Landolt, diplomierter Betriebsökonom, in seinen nun fünf Jahren im Nationalrat sammeln. Seit letztem Jahr ist er zudem Präsident der BDP der Schweiz. «Ein Wechsel in den Ständerat hatte ich immer schon im Auge. Geplant wäre er aber erst in einigen Jahren gewesen.» Wie auch der Tod von Freitag gezeigt hätte, sei in der Politik vieles eben nicht planbar. Wie der Präsident der Kantonalen BDP erwähnte, habe sich Landolt in der grossen Kammer sehr gut eingelebt und werden von Kollegen aus allen Lagern respektiert. «Im Parlament geht vieles über Netztwerke und Kontakte. Im Stöckli ist dies nochmals deutlich wichtiger», meinte Landolt weiter. Für beide Kandidaten sei überdies auch klar, dass als Ständerat die Interessen des Kantons und der Schweiz an erster Stelle stehen. Die Partie sei zwar als Gedankenhaltung immer auch im Hintergrund präsent, dort solle sie aber auch sein. Auch nach der Ablehnung der Erhöhung der Autobahnvignette sei der Netzanschluss des Kantons Glarus eines der wichtigsten Punkte in dieser Hinsicht. Hier wie auch zum Beispiel beim Finanzausgleich müssen sich die Bergkantone solidarisch und einstimmig verhalten. «Die grossen Kantone und vor allem die Städte üben gerade hier grossen Druck aus, dem wir gegenhalten müssen», betonte Landolt.

Wer diese und weitere Aufgaben in der «Kleinen Kammer» in Bern für den Kanton Glarus übernehmen soll, das bestimmen die Stimmbürger am Wochenende des 12. Januar 2014. Wie Fridolin Hauser zum Abschluss feststellte, befinde sich das Glarnerland in der schönen Position, zwischen zwei sehr fähigen Kandidaten entscheiden zu müssen.