Der Abwasserverband Glarnerland ist auf gutem Wege

Die Delegierten des Abwasserverbandes Glarnerland trafen sich kürzlich im Feuerwehrstützpunkt Glarus zur 51. Delegiertenversammlung. Im Zentrum der Verhandlungen standen nebst dem Verbandsbericht 2019 des Präsidenten, der Verabschiedung der Jahresrechnungen 2019 und des Budgets 2021 der Bericht zum Projekt ARA 2025/2040 sowie Neuwahlen in den Vorstand und in die AVG-Vorsteherschaft.



Immer wieder unterliegt die Abwasserreinigung neuen Herausforderungen. Dabei spielen nicht nur der Unterhalt und die Wartung eine zentrale Rolle. Bei steigenden Einwohnerzahlen und mehr Industriebetrieben ist die Einhaltung der gesetzlich geforderten Überwachungswerte im Einzugsgebiet ein eminent wichtiger Punkt. Ebenso die Erfüllung neuer gesetzlicher Anforderungen an die Abwasserreinigung. Dass die Anlagen der ARA im glarnerischen Bilten immer eiwandfrei funktionieren, darüber wacht der Abwasserverband Glarnerland mit Argusaugen. Einmal im Jahr treffen sich die Delegierte der Verbandsgemeinden zur obligaten Jahresversammlung, um dort Rechenschaft über Vergangenes und Zukünftiges abzulegen, so kürzlich im grossen Sitzungszimmer des Feuerwehrstützpunktes in Glarus.

Der Abwasserverband Glarnerland startet durch

AVG-Präsident Georg Banzer konnte erfreut eine stattliche Anzahl Delegierter im Sitzungssaal des Feuerwehrstützpunktes in Glarus begrüssen. Willkommensgrüsse entrichtete der Vorsitzende dem Glarner Regierungsrat Kaspar Becker, Dr. Jakob Marti und Oliver Scheurer vom Amt für Umwelt, Wald und Energie, Walter Gschwend vom Kantonalen Amt für Umweltschutz Kanton St. Gallen sowie Delegationen der Verbandsgemeinden aus den Kantonen Glarus, St. Gallen und Graubünden. Sämtliche statutarisch festgelegten Traktanden passierten problem- und diskussionslos die Hürde der Versammlung. Das Protokoll der Delegiertenversammlung vom 18. Juni 29019 sowie die Jahresberichte des Verbandspräsidenten und des Betriebsleiters für das Jahr 2019 fanden diskussionslos die Genehmigung aller Delegierten. Ebenso wurde der von Betriebsleiter Klaus Biermann vorgelegte Voranschlag für das Jahr 2021 sowie die ausführlich präsentierte Jahresrechnung von Rechnungsführer Max Müller ohne Einwände einstimmig angenommen. Unter dem Traktandum Neuwahlen wählten die Delegierten Erich Zoller neu als Mitglied in der Vorsteherschaft und Monika Dettwiler neu als Aktuarin.

Vielbeachteter Jahresbericht des Präsidenten

Viel Beachtung fand der Jahresbericht 2019 von AVG-Präsident Georg Banzer. Ein paar Rosinen aus diesem Bericht wollen wir herauszupicken: Die Auszeichnung «Médaille d’eau» im Jahr 2018 ist der Beweis, dass der Abwasserverband Glarnerland auf dem richtigen Weg ist. Neben dem Grossprojekt «Konzept ARA 2025/ 2040 wurden auch 2019 wichtige Vereinbarungen, Ausbauten und Sanierungen ausgeführt und abgeschlossen. Der Bau der Etappe 2 mit anspruchsvollen Arbeiten für die Handwerker wurde im Juni 2019 mit einer kleinen Feier abgeschlossen. Im Juli 29019 wurde die Etappe 3, die Sanierung des Schlammbereichs, eingeläutet. Im Allgemeinen sind der Ausbau und die Sanierung auf Kurs. Der im März 2019 verstorbene ehemalige Präsident Walter Rohr fand als ehemaliger Präsident des AVG die verdiente Würdigung.

Ein Blick in die nahe Zukunft

Ein Blick in die nahe Zukunft zeigt, dass die Verantwortlichen des Abwasserverbandes Glarnerland in den nächsten Monaten ein gerütteltes Mass an Arbeit erwartet. Mit dem laufenden Konzept ARA 2025/2040 sind noch weitere Arbeiten an den Aussenanlagen und am Verbandskanal durchzuführen. Mit der Betreuung und Übernahme der Anlagen vom Abwasserverband Walensee müssen auch diese RKB/PS saniert und angepasst werden. Auch in Zukunft sind Themen wie Phosphor-Rückgewinnung, Elimination von Spurenstoffen und Grobstoffe im Kanalnetz nicht mehr wegzudenken. Auch der Jahresbericht von Betriebsleiter Klaus Biermann für das 2019 fand bei den Delegierten grosse Beachtung. Seine ausführlichen Erklärungen und Ausführungen zeigen, dass die ARA Bilten erstens in ausgezeichneten Händen liegt, anderseits man mit all den noch zu erwartenden Aufgaben und Arbeiten auf einem ausgezeichneten Kurs ist. Das sind doch einmal wirklich gute Nachrichten auch in Zeiten der Corona-Pandemie.