Grüsch scheint den Biltner Nationalturner zu liegen, bereits im Jahre 1982 erkämpfte Paul Bissig im jungen Alter von 17 Jahren im Prättigau sein erstes Eichenlaub. In seiner Nationalturn- und Ringerkarriere kamen noch 30 weitere Exemplare dazu. Mit 31 Kränzen ist der heute 61-Jährige immer noch an der Spitze der ewigen Rangliste. Bissig war am Samstag als Funktionär vor Ort und wurde Zeuge eines tollen Auftrittes von seinem Vereinsmitglied. Damian Mettler machte sich mit dem Kranzgewinn selbst ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk. Auch wenn der bald 18-Jährige noch in der Leistungsklasse 2 startberechtigt wäre, plante er bereits im Winter, die ganze Saison 2026 in der Elitekategorie zu starten. Dies verwundert nicht weiter, wenn man den feinen Techniker in den verschiedenen Disziplinen erlebt. Mit Leichtigkeit liefert er die geforderten Leistungen, bemerkenswert die Resultate im Steinstossen (15 kg) mit 8,17 Metern und der typischen Nationalturnerdisziplin Hochweitsprung. Da überquerte er die geforderte Höhe von 1,50 Metern souverän. Bei seiner A-Feuertaufe am «Thurgauer» Ende April bremste ihn eine Oberkörperverletzung auf bestem Weg, auf Anhieb den Kranz zu gewinnen, noch aus. Dies hatte leider zur Folge, dass er sechs lange Wochen auf Wettkämpfe verzichten musste. Auch die Vorbereitung zur zweiten Saisonhälfte verlief nicht ohne Zwischenfall. Im Trainingslager in Tenero zog er sich beim Fussballspielen eine Knöchelprellung zu. Der Genesungsprozess ging diesmal auf, Grüsch konnte kommen. Mit ausgezeichneten 58,6 Punkten gelang ihm in den Vornoten Steinstossen, Steinheben, Weitsprung, Freiübung, Hochweitsprung und Sprint einen beinah perfekten Wettkampf. Die ersten Verfolger distanzierte er um über einem Punkt und mehr. Im «Kurzholz» mass er sich mit den Besten der Szene. Gegen die mehrfachen Kranzturner/Schwinger David Wüest, Grosswangen und Aron Kiser Märstetten, verlor er nach guter Gegenwehr. Gegen Yven Kiser teilte er wie am Thurgauer die Punkte. Da sich Mettler immer noch in den Top 4 halten konnte, wurde ihm zum Abschluss nochmals Wüest zugeteilt. Trotz einer weiteren Verlustpartie war die Freude über seinen ersten Kranz. Bis zu diesem Tag sammelte er 70 Zweigauszeichnungen. Mit starken 92,1 Punkten und Rang fünf durfte sich der mehrfache Schweizermeister im Nationalturnen und Steinstossen von den hübschen «Prättigauer» Ehrendamen den Kranz aufsetzen lassen. Wie stark er sich zeigte, wird auf der Rangliste ersichtlich. Im 20 Athleten umfassenden Teilnehmerfeld glänzte er mit Bestresultaten im Sprint, beim Hochweitsprung, Steinstossen und Weitsprung. Er selbst sieht jedoch noch Luft nach oben, eines Tages sollen es 60 Punkte im Vorprogramm sein. Eine nächste Gelegenheit kommt diesen Samstag am «Zürcher» kantonalen Nationalturntag in Schlatt.
Auch Jungendklasseturner im Hoch
Aber nicht nur Mettler lieferte bei heissen Temperaturen ab, auch die Jungturner wuchsen über sich hinaus. In der Jugendklasse Piccolo freuten sich Pirmin Lienhard, Marina Tobler und Florian Zett über den Zweig. 1/10 Punkt fehlte Fadri Bohrer für seinen sechsten Saisonzweig. Immer unheimlicher sind die Resultate (27,5 Pkt.) vom sechsjährigen Noah Zweifel. Trotz einem Sieg im Ring verpasste er jedoch die Auszeichnung. Dieser Bursche wird uns noch viel Freude bereiten. In der Jugendklasse 1 schaffte es Joel Zweifel ein Biltner in den Schlussgang, fand dort einmal mehr seinen Meister in der Person von Nyma Stadelmann. Als Vierter führte er jedoch eine tolle Biltner Mannschaft an. Silas Tobler, Henry Schubiger und erstmals auch Florin Schnyder reihten sich unter die Zweiggewinner. Die älteste Jugendkategorie, jene der JK 2 dominierte der Stadtluzerner Durscher Tijs mit dem Punktemaximum von 60 Zählern. Dahinter zeigten Fredi Zett als Fünfter, Marius Tobler als Siebter und Leon Lleshaj als Achter beeindruckende Leistungen und sicherten den Biltnern die Zweige Nr. 43 bis 45 der laufenden Saison für die Biltner Nationalturner. Übrigens, der Kranz von Mettler war der 125. in der 50-jährigen Biltner Nationalturngeschichte und die 3000. Auszeichnung überhaupt.














