Der Dorfladen Schwändi kämpft weiter

Die Generalversammlung der Dorfladen Schwändi AG vom vergangenen Freitag konnte sich freuen, dass der Laden ein weiteres Jahr als Einkaufsmöglichkeit und sozialer Treffpunkt im Dorf zur Verfügung gestanden hat.




Die Aktionäre mussten aber zur Kenntnis nehmen, dass es für den Laden bei den sinkenden Umsatzzahlen mittelfristig schwierig wird, den Betrieb aufrecht erhalten zu können.

Wie Verwaltungsratspräsident Alex Rüegg den Aktionären mitteilen musste, nähert sich der Bilanzverlust allmählich bedrohlich der Grenze, bei der Sanierungsmassnahmen oder die Liquidation drohen. Zusammen mit dem Ladenteam und dem Verwaltungsrat dankte er der treuen Kundschaft sowie der Dorf-Stiftung, die beide dem Laden den Betrieb und das Überleben ermöglichen. Er brachte aber auch seine unmissverständliche Erwartung zum Ausdruck, dass inskünftig ein wesentlich grösserer Teil der Bevölkerung die attraktive Einkaufsmöglichkeit im Dorf nutzen müsse.

Die frühere Gemeinde Schwändi hatte immer wieder mit finanziellen Beiträgen die operativen Verluste des Ladens abfedern können. Die neue Gemeinde als Mitbesitzerin kann und will dies aus verschiedenen Gründen nicht mehr tun, will aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten Hilfe leisten.

Laut A. Rüegg wären die beste Unterstützung für den Laden mehr Kundinnen und Kunden, die den Laden konsequent für ihre Einkäufe des täglichen Bedarfs berücksichtigen würden. Das Ladenteam leiste anerkanntermassen gute Arbeit und lebe dem Motto «Frische – Qualität – persönlich» mit grossem Einsatz nach. Es liege nun an der Dorfbevölkerung, diesen wichtigen Teil des Dorflebens und der Standortattraktivität am Leben zu erhalten.

Die statutarischen Traktanden wurden einstimmig genehmigt. Die vom Verwaltungsrat präsentierten strategischen Überlegungen zum Erhalt des Dorfladens und einer Optimierung der Bilanzstruktur fanden ebenso einstimmige Zustimmung. Nach aufrüttelnden Voten von alt Regierungsrat Kaspar Zimmermann sowie Landrat Rolf Blumer fand die GV beim traditionell gesponserten Buffet – geliefert von Aktionär Urs Kern Ennenda – ihren Abschluss.