Der etwas andere 11.11.

Wenn der 11.11. auf ein Wochenende fällt, wird der Fasnachtsauftakt auch im Glarnerland um einiges länger. Bereits am Vormittag erklangen hier nämlich schon die ersten Guggen-Lieder auf dem Rathausplatz in Glarus.




Richtige Fasnächtler sind sich nie um ein Fest zu schade. Klar, dass wenn dann der Fasnachtsauftakt auf einen Samstag fällt, das besonders gefeiert wird. Und so versammelten sich bereits am Vormittag am 11.11. die Guggen und Fasnachtsfans zahlreich auf dem Rathaus in Glarus. Und mehr oder weniger pünktlich um 11.11 Uhr starteten die Lokalmatadoren Linthböllä mit dem Platzkonzert, an dem im Anschluss auch die weiteren Glarner Formationen ein kleines Ständchen gaben. Umrahmt mit einem Festzelt und Grillstand sorgte der Verein Fasnacht Glaris für einen rundum stimmigen Auftakt der kommenden Fasnachtssaison.

Ganz traditionell ging es dann am Abend in Ennenda weiter. Bevor die Guggen wieder das Zepter im GH übernahmen, stellten die verschiedenen Fasnachtsgesellschaften die kommenden Mottos in den einzelnen Dörfern vor. Passend zum sportlichen Grossereignis in Südkorea steht der Lismerball in Schwanden unter dem Thema «Olympia». Winterlich geht es dann auch in Ennenda zu und her, wenn es heisst «etz büglets!» Heiss wird es dagegen in Niederurnen mit dem Thema «Ab uf d Insle». Grosse Möglichkeiten für fantasievolle Verkleidungen bieten auch Oberurnen mit «Zirkus Zirkus», Mollis mit «7 Zwerge hinderem Fruni» sowie Netstal mit «Helden meiner Kindheit». Politisch geht es dann im Kantonshauptort zu und her, hier wird mit «Verchertä Steinbogg» werden die Diskussionen rund um die Verkehrsführung, Tempo 30 und Parkplatzkonzept thematisiert. Ganz einfach «Läbä und Fiirä z’Näfels» heisst es im Rautidorf. Es zeigte sich, dass es auch 2018 genügend Gründe gibt als Fasnächtler so richtig die fünfte Jahreszeit zu geniessen. Und die Freude ist noch grösser: 2018 fällt der 11.11. nämlich auf einen Sonntag.