Der FC Glarus steigt in die 2. Liga auf

Rund 700 (!) Zuschauerinnen und Zuschauer erlebten im Buchholz ein bis zur letzten Sekunde spannendes Endspiel. Schlussendlich reichte dem FC Glarus ein Unentschieden, gegen den FC Wängi, um nach 13 Jahren wieder in die 2. Liga aufzusteigen.

 



Prächtige Kulisse im Buchholz
Prächtige Kulisse im Buchholz

Es war angerichtet für einen tollen Fussball-Nachmittag: Es hatte aufgehört zu regnen, der Fussballverband hatte wegen der Wichtigkeit des Spiels ein Schiedsrichter-Trio aufgeboten und es standen sich der Erst- und Zweitplatzierte zur Finalissima gegenüber. Beide Mannschaften begannen sehr konzentriert und man spürte von Beginn weg, dass jede Szene spielentscheidend sein könnte. Die ersten Torgelegenheiten hatten die Glarner. Der erstmals in der Startelf spielende Egli tauchte vielversprechend im Strafraum auf. Eine Zeigerumdrehung später vergab Ritter. Danach war der FC Wängi zweimal nahe an der Führung. Beide Male kamen sie über ihre rechte Seite und das Heimteam konnte die Hereingaben in Extremnis klären. Nach einer halben Stunde liess wiederum Ritter seine Klasse aufblitzen. Nach dessen Dribbling glänzte Gäste-Keeper Rusch mit einer starken Parade. Die letzte gute Gelegenheit hatten die Thurgauer. Eine Freistossflanke segelte an Freund und Feind sehr knapp am Glarner-Gehäuse vorbei.

Nach der Pause nahm die spielerische Klasse ab, dafür stieg die Spannung. In der 62. Minute musste Glarus-Torwart Elmer beim eins gegen eins gegen De Rosa glänzend klären. In der 68. Minute überraschte das Heimteam den Gegner mit einer Eckball-Variante. Der Schuss vom eingewechselten Böni landete jedoch neben dem Tor. Das Spiel wog hin und her. Beide Mannschaften hatten weitere Möglichkeiten. In der 80. Minute schwächte sich Wängi nach der zweiten gelben Karte durch De Rosa gleich selber. Doch auch in Unterzahl erkämpften die Gäste die Bälle. Glarus konnte sich kaum noch befreien. Fünf Minuten vor Schluss stockte der Atem aller Glarner Fans, als der Kopfball von Schneider nur um Haaresbreite am Tor vorbeizischte. Da das Heimteam die eigenen Konter nicht in Tore ummünzen konnte, blieb es bis zur letzten Sekunde ultraspannend. Nach 96 Minuten beendete der gute Schiedsrichter die intensive und sehr fair geführte Partie.

Ein Hauch von Leverkusen

Es brauchte eine bärenstarke Rückrunde der Glarner, um den Rückstand im Winter von drei Punkten in einen Vorsprung umzuwandeln. In allen zwölf Spielen blieben sie – wie Leverkusen über die gesamte Spielzeit – ungeschlagen und landeten davon unglaubliche zehn Siege. Und manch einer erkennt auch in den Trainern beider Vereine gewisse Ähnlichkeiten. Nach 13 Jahren Unterbruch darf der FC Glarus in der nächsten Saison wieder in der zweiten Liga antreten.

FC Glarus: Elmer; Widmer, Heinzer, S. Kartal, Lorente, Gabriel (Böni), Contardi, Skorjanec; Portella (Dubacher), Egli (O. Kartal), Ritter (Mortagna)

FC Wängi: Rusch; Widmer, Rast, M. Tedesco, Böhi; Rast, Burgermeister, Bommer, Lanker (G. Tedesco); De Rosa (Herren), Schneider