Der Geist der Klosterschule lebt

Rund 70 ehemalige Klosterschüler trafen sich am vergangenen Sonntag zur 23. Klosterschultagung in Näfels. Eröffnet wurde die Tagung mit der Teilnahme an der Eucharistiefeier in der Klosterkirche Mariaburg. Beim Apéro mit anschliessendem Mittagessen im Saal des Hotels Schwert fanden die Teilnehmer genügend Zeit, sich an Reminiszenzen zu erinnern und Geschichten aus vergangenen Klosterschultagen zu erzählen. Bei der abschliessenden Mitgliederversammlung wurde nochmals der Geist der Klosterschule Mariaburg beschworen.




Was für eine tolle Klosterschultagung erlebten die rund 70 ehemaligen Klosterschüler vergangenen Sonntag! Sogar Wettermacher Petrus freute sich mit den ehemaligen Schulkumpels und liess zumindest in den Vormittagsstunden die Sonne scheinen. Sie alle folgten einer Einladung des Klosterschulverein-Vorstandes. Es gab schliesslich auch einiges zu feiern und zu erzählen. So war der 23. Oktober vor 70 Jahren just der Tag, wo der Klosterschulverein Näfels gegründet wurde. Alleweil Grund genug, dieses Ereignis gebührend zu feiern, dachten sich die Verantwortlichen. Aus allen Himmelsrichtungen fanden sie den Weg nach Näfels, zwar nicht in hellen Scharen, aber alle fröhlich und in freudiger Erwartung, nach Jahren oder gar Jahrzehnten wieder einmal mit ehemaligen Schulkameraden freundschaftlich und gemütlich über vergangene Klosterschulzeiten zu erzählen und in Erinnerungen zu schwelgen. Ein richtiges, fröhliches Klassentreffen aller Altersklassen. Der Älteste unter ihnen mit Jahrgang 1923 war der Exil-Benkner und heute in Netstal wohnhafte Hans Glaus. Viele der Teilnehmer sahen sich nach Jahrzehnten endlich wieder einmal. Rotzfrech wie schon damals, meinte ein ehemaliger Klassenkollege, ich hätte schon bessere Jahre gehabt. Dabei deutete er unmissverständlich auf meinen etwas angeschwollenen Bauch und wies auf die zusätzlichen Pfunde hin, die halt in Gottes Namen in den letzten Jahren hinzukamen. «Muesch ja nüd meinä, s’igsch sitt em letschtä Mal schüner worde», konterte ich. Da gab es ein «Hallo», dort ein «Jä gitt‘s dich au nuch» oder gar «Ich ha di fascht nümme kennt». So tönte es auf dem Vorplatz der Klosterkirche bei der Begrüssung all der bekannten oder weniger bekannten Gesichter.

Klosterschulverein steht auf festem Boden

Die stattliche Schar der Ehemaligen nahm im Anschluss, wie es sich für Klosterschüler gehört, an der von Bruder Fidelis und Diakon Paul zelebrierten Eucharistiefeier teil. In seiner Begrüssungsansprache äusserte Bruder Fidelis den Wunsch, der Geist der Klosterschule möge weiterhin leben. Nach der Eucharistiefeier dislozierte die Gesellschaft ins Hotel Schwert, wo nach einem erfrischenden Apéro und einem vorzüglichen Mittagessen aus der «Schwert»-Küche Klosterschul-Vereinspräsident Hugo Fontana die 23. Mitgliederversammlung eröffnen konnte. Gewohnt souverän und speditiv führte Präsident Fontana durch die neun Punkte umfassende Traktandenliste. Das Protokoll der letzten Tagung sowie die hervorragende Bilanz der Vereinskasse fanden die uneingeschränkte Zustimmung der Versammlungsteilnehmer. Mit einer Schweigeminute gedachten die ehemaligen Klosterschüler ihren seit dem letzten Treffen verstorbenen Schulkameraden.

Die Klosterschule auf dem Internet

Unter www.klosterschule-naefels.ch können sich Klosterschüler und Interessierte ab sofort problemlos einloggen. Die neue Homepage, hervorragend strukturiert und in gefälliger Typografie gestaltet, bietet nicht nur ehemaligen Klosterschülern eine Plattform, Informationen auszutauschen. Von nun an kann sich auch eine breite Öffentlichkeit eingehend über die ehemalige Klosterschule und die Tätigkeiten des Klosterschulvereins in Wort und Bild informieren lassen, ganz nach dem Motto: «Der Geist der Klosterschule lebt».