Der Geist der Klosterschule lebt weiter

Am vergangenen Sonntag trafen sich in Näfels rund 60 ehemalige Klosterschüler zur 24. Versammlung des Klosterschulvereins. Nach der Schliessung der Schule gilt heute die Unterstützung des Vereins dem Franziskanerkloster.




Nun sind es schon 34 Jahre her, seit die von den Kapuzinern geführte Klosterschule in Näfels ihre Tore für immer geschlossen hat. Grund war damals der mangelnde Nachwuchs an ordenseigenen Lehrkräften. Aber den 1946 gegründeten Klosterschulverein, der allen zwei Jahre eine Klosterschultagung durchführt, gibt es bis auf den heutigen Tag. War damals die finanzielle Unterstützung der aktiven Klosterschule Hauptzweck des Vereins, so ist es heute die Unterstützung der in Näfels wirkenden Franziskaner.

So versammelten sich am letzten Sonntag rund 60 Ehemalige vor der Klosterkirche, um vorerst mit einem Gottesdienst die 24. Klosterschultagung zu eröffnen. Die Eucharistiefeier leitete Bruder Fidelis Schorer, assistiert von Diakon Paul Bühler, einem ehemaligen Schüler. An der Orgel spielte mit Niklaus Stengele ein weiterer Ehemaliger.

Beim anschliessenden Apéro und dem Mittagessen im Hotel Schwert in Näfels hatten die Ehemaligen reichlich Zeit, alte Freundschaften zu pflegen und Erinnerungen aufleben zu lassen.

Alle Geschäfte gutgeheissen

Bei der Eröffnung der Versammlung meinte Präsident Hugo Fontana, dass sich den vergangenen 70 Jahren vieles geändert habe, die Professoren nicht mehr seien und der Klosterschulbetrieb ruhe, die Schulräumlichkeiten heute anders genutzt würden und sich für viele Ehemalige der Lebenskreis bereits geschlossen habe, eines sei doch bis heute geblieben: «Der Geist der Klosterschule lebt weiter.»

Die statutarischen Geschäfte der Versammlung wurden wie fast immer diskussionslos verabschiedet. Betreffend Verwendung des Vermögens erfuhren die Anwesenden, dass der Verein, zusammen mit den Freunden des Klosters Mariaburg, je hälftig die Kosten der Weihnachtskonzerte 2016/2017 und auch die Kosten für Vergoldung von Kelch und Schale in der Klosterkirche übernommen hat. Ferner gewährte der Vorstand einen Renovationsbeitrag von 1500 Franken an das Kapuzinerkloster Mels. Zudem wurde mitgeteilt, dass der Weiterausbau der Homepage www.klosterschule-naefels.ch auf gutem Wege sei.

Neue Vorstandsmitglieder

Mutationen gab es im Vorstand. Das langjährige Vorstandsmitglied Lorenz Ackermann trat zurück, Andreas Schiendorfer und Stanislaus Spöri wurden neu ins Gremium gewählt. Der verbleibende Vorstand mit Präsident Hugo Fontana und den Mitgliedern Gerhard Truttmann, Carlo Eberle, Daniel Feldmann und Bruder Gottfried Egger wurden betätigt. Wiederum mussten bei der Totenehrung eine ganze Reihe von Namen verlesen werden. Es ist eine unausweichliche Realität, dass der Verein stets kleiner wird, denn es gibt ja keinen Nachwuchs mehr.

Für die nächste Tagung entschied sich eine Mehrheit der Versammlung für den bisherigen Zweijahresturnus, also 2020, obwohl ein Jahr später das 75-Jahr-Jubiläum des Klosterschulvereins begangen werden soll.

Am Schluss er Versammlung überbrachte Landratspräsident Bruno Gallati die Grüsse der Gemeine Glarus Nord, Bruder Fidelis Schorer informierte über das Programm der geplanten Pilgerreise ins Heilige Land, und Bruder Michael-Maria Josuran referierte über das Christus-Monogramm JHS.