Der Gemeinderat Glarus zieht Bilanz zum ersten Betriebsjahr der Parkraumbewirtschaftung

Das erste Betriebsjahr der neuen Parkraumbewirtschaftung ist um. Insbesondere in der Innenstadt von Glarus konnten wesentliche Verbesserungen erzielt werden. Es ist aber Optimierungspozential vorhanden und verschiedene Details müssen noch überprüft werden. Der Gemeinderat hat deshalb entschieden, ein Projekt mit der Beteiligung von Glarus Service sowie den Verbänden TCS und ACS zu lancieren, um notwendige und sinnvolle Optimierungen zu erarbeiten und umzusetzen.



Das Parkierungskonzept der Gemeinde Glarus beruht auf den vier Säulen Parkraumbewirtschaftung, Parkierungsanlagen, Kontrollen und flankierende Massnahmen. Die Kontrollen wurden 2018 eingeführt, seit Mai 2019 werden Gebühren erhoben. Nach dem ersten Jahr dieser Gebührenerhebung bzw. der Parkraumbewirtschaftung hat sich der Gemeinderat Glarus nun mit den vorliegenden Erkenntnissen und vielen Feedbacks aus der Bevölkerung auseinandergesetzt. 

Eine Projektgruppe unter Beteiligung von Glarus Service, TCS und ACS prüft Optimierungen 

Die Situation in der Innenstadt von Glarus hat sich stark verbessert, Parkplätze sind wieder gut verfügbar. Dennoch sind innerhalb des ersten Betriebsjahrs zahlreiche Verbesserungsvorschläge eingereicht worden, welche sehr unterschiedliche Themen und Details betreffen. Dazu gehören zum Beispiel Rückmeldungen zu den Signalisationen und Markierungen, zu den Gebühren und Bewilligungen, zu der Anzahl und Standorten einzelner Parkuhren, zu der Regelung bezüglich der Nachtparkierung, zu einzelnen Parkplätzen, zu Parkzeitbeschränkungen usw. Dem Gemeinderat ist es wichtig, alle diese verschiedenen Anliegen sorgfältig zu prüfen, damit sinnvolle Optimierungsvorschläge umgesetzt werden. Deshalb wird nun für diese Nachbearbeitung eine Projektgruppe bestehend aus Mitarbeitenden der Hauptabteilung Bau und Umwelt sowie der Abteilung Parkraumbewirtschaftung lanciert. Begleitet werden soll diese Projektgruppe aber auch von Vertretern von Glarus Service sowie den Verbänden TCS und ACS, denn dem Gemeinderat ist es wichtig, dass auch diese Anspruchsgruppen sich einbringen können. Um Synergien zu nutzen, setzt sich dieselbe Projektgruppe auch mit der Planung der Etappen 2 und 3 gemäss Verkehrsberuhigungskonzept der Gemeinde auseinander (vgl. unten). 

Flächendeckende Kontrollen bewähren sich 

Allgemein werden die Parkierungsregeln gut eingehalten. Die Situation in der Innenstadt hat sich stark verbessert. Im Ortsteil Netstal kann die Parkierungssituation als vorbildlich bezeichnet werden. Viele wild parkierte Anhänger in der ganzen Gemeinde konnten von der Strasse verbannt werden. Kontrollen sind jedoch weiterhin kontinuierlich und flächendeckend nötig, um eine Nachhaltigkeit zu erreichen. Deshalb werden pro Jahr 1500 Kontrollstunden eingesetzt, in der Nacht werden Zweierpatrouillen durchgeführt. Im ersten Betriebsjahr wurden ungefähr 5500 Bussen ausgestellt. Es kann davon ausgegangen werden, dass in den kommenden Betriebsjahren immer weniger Bussen verteilt werden müssen. 

Zahlen zu den Gebühren und Bussen* 

*Die Zahlen betreffen das erste Geschäftsjahr 2019 (1. Januar 2019–31. Dezember 2019) 

Einnahmen aus Parkgebühren und -bewilligungen: 626 508 Franken
Einnahmen aus Parkbussen:                                              262 243 Franken 
Betriebskosten:                                                                  487 185 Franken 
Einlage in den Parkplatzfonds:                              401 566 Franken 

Mit den finanziellen Mitteln des Parkplatzfonds werden Massnahmen finanziert, welche Autolenkerinnen und Autolenker in Glarus zugutekommen werden. Dazu gehören zum Beispiel der Bau von Parkierungsanlagen. Bei den nächsten Arbeiten soll darum auch das weitere Vorgehen zum Thema weitere Parkierungsanlagen bestimmt werden.