Der Glarner Landrat wird kleiner

Ab 2010 umfasst der Glarner Landrat nur noch 60 anstelle von bisher 80 Mitgliedern. Die diesjährige Landgemeinde beschloss – wenn auch äusserst knapp – eine Reduktion. Die übrigen Traktanden wurden im Sinne des Landrates angenommen.



Der Glarner Landrat wird 2010 nur noch 60 Mitglider umfassen (Bild: ehuber) Die Abstimmung über eine Reduktion des Landrates verlief äusserst knapp. (Bild: ehuber) Der Landrat zeigte sich geschlossen gegen eine Reduktion auf 60 Mitglieder (Bild:; ehuber)
Der Glarner Landrat wird 2010 nur noch 60 Mitglider umfassen (Bild: ehuber) Die Abstimmung über eine Reduktion des Landrates verlief äusserst knapp. (Bild: ehuber) Der Landrat zeigte sich geschlossen gegen eine Reduktion auf 60 Mitglieder (Bild:; ehuber)

Zu Beginn der Landsgemeinde wurde die neue Frau Landammann, Marianne Dürst, der neue Landesstatthalter Rolf Widmer, der neuegewählte Regierungsrat Adrea Bettiga, der neue Oberrichter Hermann Figi und die neue Kantonsrichterin Dora Brunner feierlich vereidigt. In einer sehr eindrücklichen Rede hatte sich zuvor Landammann Röbi Marti aus seinem zweijährigen Amt verabschiedet.

Musikschule und Harmos


Diese beiden Traktanden passierten nicht ohne diverse Einwände den Souverän. Vor allem ein Antrag vom Leiter der Musikschule, Hans Brupacher, gab zu diskutieren. Hier fanden vor allem die Voten von zwei jungen Glarner/-innen grossen Anklang. Es half letztendlich aber doch nicht, sodass der Memorialsantrag ohne Abänderung genehmigt wurde. Ebenfalls zu diskutieren gab die interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligataorischen Schule (Harmos). Letztendlich fand aber auch hier der Memiroalsantrag die Zustimmung der Landgemeindebesucher.

Reduktion des Landrates


Der Memorialsantrag eines Bürgers, der über zwanzig Jahre im 80-ig Köpfigen Landrat sass, wurde von der Regierung befürwortete, aber vom Parlament klar abgelehnt. Die Gegner einer Reduktion des Parlamentes wiesen vor allem auf die Mehrbelastung hin, die durch eine solche Reduktion auf jedes der nur noch 60 Landräte zukommen würde. „Der Bürger sieht nur, was die Räte im Vordergrund arbeiten. Die meiste Arbeit findet aber im Hintergrund, in den Kommission statt,“, argumentiert Martin Landolt, ein klarer Gegner der Verkleinerung des Rates. Bei der Schlussabstimmung musste Frau Landammann Dürst erstmals ihre vier Ratskollegen aufs Podest bitten, um den Ausgang der Abstimmung im Ring genau abzuschätzen. Das Resultat war äusserst knapp.


Der Besuch an früheren Landsgemeinden war sicher auch schon besser als heute, es wäre aber verfehlt, zum Beispiel die ausserordentliche Landsgemeinde vom vergangenen November zukünftig als Massstab zu nehmen.