Der Glarner Planetenweg

Der Glarner Planetenweg führt der Linth entlang an deren rechtsseitigem Ufer auf dem markierten leichten Wanderweg von der gelben Fabrik in Mollis (hinter dem Wohnblock Erlenstrasse 25) bis zum Stauwehr in Netstal. Die Strecke misst 2,25 km.



Wenige Schritte entfernt vom äussersten Planetenstandort Neptun in Netstal, am südlichen Ende des Flugplatzes, gibt es einen gebührenfreien Parkplatz. Beschränkte Parkplätze gibt es auch zu Beginn des Weges in der Umgebung der gelben Fabrik in Mollis. Beim Glarner Planetenweg handelt es sich um einen Lehrpfad, bei dem das Sonnensystem verkleinert dargestellt wird: Sonne und Planeten erscheinen in Grösse und gegenseitigem Abstand im Massstab von 1:2 Milliarden. An jedem Standort gibt eine Infotafeln Auskunft über den betreffenden Himmelskörper.

Der knapp 40-minütige Weg vermittelt einen begreifbaren Überblick über die Grössenverhältnisse im Sonnensystem. Im Kontrast zur Sonne mit etwa 70 cm Durchmesser ist die Erde bloss ein 6 mm grosses Kügelchen. Von der Sonne bis zur Erde legt man auf dem Planetenweg nur 75 m zurück. Die Planeten Merkur und Venus sind da bereits eingeschlossen. Der Abstand zwischen den beiden letzten Planeten Uranus und Neptun hingegen beträgt 814 m und damit gut ein Drittel der ganzen Wegstrecke.

Projektiert und errichtet wurde der Glarner Planetenweg von der Astronomischen Gruppe Glarus. Diese trifft sich bei klarem Himmel am ersten Dienstag im Monat in der Sternwarte auf dem Dach der Kantonsschule zu Beobachtungen mit einem 38 cm Schmidt-Cassegrain-Spiegelteleskop und einem konventionellen Fernrohr mit geringerem Durchmesser. Seit Längerem bestand in der Gruppe die Idee, im Glarnerland einen Planetenweg zu errichten. Im Frühling 2019 legte Willi Niederer aus Mollis ein Vorprojekt dazu vor. Inspiriert von diesem begann bald darauf eine Arbeitsgruppe mit der Realisierung. Ursprünglich sollte der Planetenweg bereits im Herbst fertiggestellt sein. Verschiedene Faktoren technischer und administrativer Art (Erteilung der Baubewilligungen) verzögerten die Arbeiten jedoch bis gegen Ende Jahr.

Eine Besonderheit des Glarner Planetenweges ist seine Verlinkung zu weiteren Informationen auf einer Website. Bei jeder Infotafel ist ein Q-Code angebracht. Mit dem Handy gescannt können so vor Ort Zusatzinformationen zur Sonne und den Planeten abgerufen werden. Auf den entsprechenden Webseiten finden sich ebenfalls Fragen, anhand derer das astronomische Wissen getestet bzw. erweitert werden kann.

Die Informationen zum Planetenweg können ebenso auf der Homepage der Astronomischen Gruppe Glarus von überall her online abgerufen werden:

https://sag-sas.ch/sektionen/astronomische-gruppe-glarus/