«Der Himmel fängt bei den Füssen an»

Rund 30 Frauen besuchten am Samstag den Einkehrtag der Evangelischen Frauenhilfe Glarnerland. Referentin Heidi Zingg Knöpfli ermunterte sie, zu sich und zu ihrem Körper zu schauen.



Sorgten für Wohlfühlen und Geniessen: Referentin Heidi Zingg Knöpfli (links) und Monika Dürst-Legler
Sorgten für Wohlfühlen und Geniessen: Referentin Heidi Zingg Knöpfli (links) und Monika Dürst-Legler

Der wunderschöne, milde Herbsttag lud zum Geniessen ein. Nicht nur im Freien: Im Kirchgemeindehaus Glarus fand der diesjährige Einkehrtag der Evangelischen Frauenhilfe statt. Unter dem Titel «Der Himmel fängt bei den Füssen an» waren Massage, Wohlfühlen und eben auch Geniessen angesagt. Referentin Heidi Zingg Knöpfli, eidg. dipl. Erwachsenenbildnerin und ehemalige Co-Präsidentin der Evangelischen Frauen Schweiz, verstand es, das Thema lustvoll und humorvoll anzugehen. «Sie sind es gewohnt, für andere zu schauen. Schauen Sie aber auch zu sich selber und zu Ihrem Körper», ermunterte sie die anwesenden Frauen. Und: «Schauen Sie gut zu Ihren Füssen. Sie müssen Sie noch lange tragen.»

Füsse hinterlassen Spuren

Wir brauchen die Füsse zum Gehen, zum Laufen, zum Rennen, bei Sport und Spiel. «Durchschnittlich umrundet ein Mensch auf seinen Füssen dreimal die Erde», sagte Heidi Zingg Knöpfli. Damit dies möglich sei, brauchten wir Füsse, «die uns ohne Sorgen ein Leben lang tragen. Wir verlangen von ihnen Höchstleistungen. Deshalb müssen wir gut zu ihnen sein.»

Füsse hinterlassen auch Spuren, zeigen, wo wir hergekommen sind, was wir durchgemacht haben. Und zwar im wörtlichen wie im übertragenen Sinn: «Unsere Füsse sind ein Abbild unserer eigenen Lebensgeschichte», so die Referentin. Es sei lohnend, sich mit unseren Füssen zu betrachten, liebevoll und mit Verständnis. Dies gelte im Übrigen auch für den Umgang mit unseren Händen.

Heidi Zingg Knöpfli zitierte die Bibelstelle, in der Jesu seinen Jüngern die Füsse wäscht (Johannes 13, 4-20). Nach einer kurzen Meditation gab sie dann konkrete Tipps, wie wir gut zu unseren Füssen sein können: Schuhe sollten bequem sein und nicht einengen. Optimale Entspannung für gestresste Füsse ist Barfussgehen: «Besonders Sandstrand oder Gras sind eine Wohltat.» Gymnastik hält die Füsse fit und beweglich – die entsprechenden Übungen konnten gleich ausprobiert werden. Auch Abhärtung à la Pfarrer Kneipp tut den Füssen gut: «Neben Fussbädern sind Wassertreten und Kniegüsse zu empfehlen.»

Praktische Handpflege am Nachmittag

Heidi Blumer (Klavier) und Ruth Kobelt-Jenny (Gesang) umrahmten die spannenden Ausführungen mit passender Musik. Nach einem einfachen Mittagessen war sodann Handpflege angesagt, und die Frauen gingen schliesslich mit wunderschön zarten Händen nach Hause.