Der Jahresausflug stand im Zeichen vom Bündnerfleisch und Bündnerwein

Der Jahresausflug des Amicale führte in diesem Jahr ins Bündnerland. Ein Besuch bei der Fleischtrocknerei von Jörg Brügger in Parpan. Und eine Weindegustation im Schloss Reichenau bei Johann Baptista Tscharner.



Eine muntere Schar von Küchenchefs und anderen Interessierten aus der Lebensmittelbranche trafen sich im sgu in Näfels zum Jahresausflug der Amicale. Die Reise ging nach Parpan im Bündnerland. Dort stand der Besuch der Fleischtrocknerei der Familie Brügger auf dem Programm. Corona-bedingt konnte die Firma nicht direkt besucht werden. Anstelle des Besuchs gab es eine Degustation im Hotel Alpina und die entsprechenden Erklärungen, wie das traditionelle Bündnerfleisch hergestellt wird.

Jörg Brügger stellt in der vierten Generation das bekannte Bündnerfleisch her. Er ist der weltweit Einzige, der dabei auf keinerlei Klimageräte zurückgreift, sondern ausschliesslich die Natur arbeiten lässt. Das Haus der Familie Brügger liegt an einem Waldrand und an einem Bach. Das ist der ideale Standort zum Fleischtrocknen. Er erzählte den interessierten Zuhörern, wie viel Geschick und Gefühl für die Herstellung nötig ist. Es kann nur in den Monaten mit einem «r» getrocknet werden. Von September bis April. Nachdem die Fleischstücke speziell eingesalzen werden, müssen sie in der Luft getrocknet und anschliessend gepresst werden für die traditionell viereckige Form. Der Vorgang dauert rund 6 Monate je nach Grösse der Stücke. In diesen Monaten werden die Fleischstücke immer wieder an andere Stellen im Haus gehängt. Die Temperatur und das Klima im Haus werden mittels der Fensterläden geregelt. Eine Riesenarbeit, die 24 Stunden am Tag geht und sieben Tage in der Woche dauert. Das Resultat, wenn es gelingt, ist entsprechend einzigartig.

Nach dem Mittagessen ging die Reise über die Lenzerheide nach Tiefencastel und zurück nach Reichenau.

Auf dem Schloss wurden die Ausflügler von Johann von Tscharner, dem Sohn des Schlossherren und seines Zeichens Winzer vom Weingut Reichenau.

Nach einer Kellerführung und den entsprechenden Erklärungen, wie der Wein gekeltert wird, trafen sich die Mitglieder des Amicale in einer grossen Schlossstube zur Degustation. 8 verschiedene Weine vom Weingut Reichenau wurden verkostet. Es ist sehr interessant, wie naturbelassen der junge Winzer seine Weine sich entwickeln lässt. Er ist überzeugt, dass gute Weine entsprechend Zeit brauchen.

Beeindruckt vom Schloss und dem Weingut machten sich die Ausflügler wieder auf den Weg nach Hause.