Der Kanton Glarus richtet Whistleblowing-Stelle ein

Ab dem 1. Januar 2014 können sich Mitarbeitende der kantonalen Verwaltung an eine Whistleblowing-Stelle wenden, wenn sie Missstände an ihrem Arbeitsplatz erkennen. Die neue Anlauf- und Meldestelle ersetzt dabei in ihrer Funktion auch die Ombudsstelle für Personalfragen.




Der Kanton Glarus schafft für seine Mitarbeitenden eine neue Anlauf- und Meldestelle. Ab dem 1. Januar können sich die Angestellten an diese wenden, wenn sie schwerwiegenden Konflikten am Arbeitsplatz wie Mobbing oder sexueller Belästigung ausgesetzt sind. Die Ombudsstelle für Personalfragen, die sich bisher darum gekümmert hat, wird aufgelöst.Die neue Stelle ist zudem für Whistleblowing-Fälle zuständig. Erfährt ein Angestellter von Korruption oder Amtsmissbrauch, kann er an sie gelangen. Eine solche kannte der Kanton Glarus bisher nicht.Eine Stelle, zwei FunktionenDie neu geschaffene Stelle ist also für schwerwiegende Konflikte am Arbeitsplatz und für die Meldung von Missständen in der Verwaltung zuständig. Sie agiert von der Verwaltung unabhängig und ist nur administrativ dem Departement Finanzen und Gesundheit untergeordnet. Um diese Unabhängigkeit zu garantieren, wird sie auf Mandatsbasis besetzt.Mit Kathrin Hilber konnte die optimale Besetzung gefunden werden. Die ehemalige St. Galler Regierungsrätin verfügt über die nötige Distanz zur kantonalen Verwaltung und geniesst einen äusserst seriösen Ruf. Sie leitet zudem die entsprechende Stelle des Kantons St. Gallen und kann deshalb auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Eine universitäre Ausbildung zur Mediatorin befähigt sie zur Vermittlung bei Konflikten am Arbeitsplatz.Zu Kathrin Hilbers Stellvertreter wurde der erfahrene Glarner Mediator Ernst Baumgartner gewählt. Er ist Vermittler in Glarus Süd und unter anderem als Partner von Swissmediation Mandatsträger der Meldestelle des Justiz- und Sicherheitsdepartements für die Kantonspolizei Luzern.