Der Kanton sagt allen betreuenden Angehörigen herzlich Danggä

Am 30. Oktober 2020 wird der «Nationale Tag der betreuenden Angehörigen» begangen. Der für diesen Tag geplante Medienanlass mit Beteiligung vieler Leistungserbringer musste leider abgesagt werden. Was aber bleibt ist der grosse Dank, den der Kanton und alle Gesundheitsorganisationen den betreuenden Angehörigen aussprechen.



Im Namen des Kantons und aller Gesundheits-organisationen sagen Sabine Steinmann und Annarös Streiff (KOGE) von Herzen Danggä (• Foto: Tapir)
Im Namen des Kantons und aller Gesundheits-organisationen sagen Sabine Steinmann und Annarös Streiff (KOGE) von Herzen Danggä (• Foto: Tapir)

«Ohne das Engagement von betreuenden und pflegenden Angehörigen würde das Gesundheitswesen zusammenbrechen.» Dieses Statement ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern Realität. Der Kanton Glarus und alle Gesundheitsorganisationen bedanken sich herzlich bei den Angehörigen für ihr wertvolles Engagement.

Wer sind die betreuenden Angehörigen?

Jede 13. Person in der Schweiz betreut Angehörige, wobei Personen zwischen 50 und 65 Jahren am häufigsten vertreten sind. Rund zwei Drittel sind erwerbstätig, wovon ein Viertel Veränderungen bei Erwerbstätigkeit aufgrund der Betreuung angibt – häufig mit negativen finanziellen Konsequenzen.

Wie werden betreuende Angehörigen unterstützt?

Im Rahmen des nationalen Förderprogramms werden aufgrund Studien folgende Empfehlungen ausgesprochen:

  • Bewusstsein für die Rolle und Situation betreuender Angehöriger auf allen Ebenen schaffen
  • Betreuungsphase erkennen und Entlastungsbedarf regelmässig erfassen
  • Caring Communities fördern und Angehörige in ihrer Lebenswelt ansprechen
  • Zugang zu Beratung für vulnerable Gruppen sicherstellen

Ausserdem wurde festgestellt, dass in der Hälfte der Fälle betreuende Angehörige keine passenden Angebote finden – vermutlich aufgrund mangelnden Wissens und wenig Zeit. Die Empfehlungen beinhalten deshalb auch eine kantonale Anlauf- oder Informationsstelle. Der Kanton Glarus kommt mit der Koordination Gesundheit KOGE diesem Bedarf nach.